Deutscher Theaterpreis DER FAUST: Staatstheater Karlsruhe mit „Paradise Found“ des Digitaltheaters nominiert

Wir freuen uns riesig: Kevin Barz, Leiter des Digitaltheaters, ist gemeinsam mit dem Komponisten Paul Brody für den renommierten Deutschen Theaterpreis DER FAUST 2025 in der Kategorie „Genrespringer“ nominiert – für Regie & Konzept und Komposition von Paradise Found – Wo ist dein Paradies?
Die Kategorie »Genrespringer« wurde 2022 neu eingeführt, um künstlerische Arbeiten zu ehren, die neue, spartenübergreifende Formen des Theaters abbilden. Ausgezeichnet wird zum Beispiel Transdisziplinäres, Digitales (z.B. Webserien, Gaming, Virtual Reality- und Augmented Reality-Projekte etc.), Interventionen, Arbeiten aus der Vermittlung (Schauspiel, Musiktheater, Tanz und Musik) sowie der künstlerischen Forschung.
Mit dem spartenübergreifenden Mixed-Reality-Projekt Paradise Found – Wo ist dein Paradies? haben Kevin Barz und das Team des Digitaltheaters einen digitalen Garten der Geschichten in der Karlsruher Innenstadt wachsen lassen – nachhaltig, interaktiv und mitten aus der Stadt heraus für ihre Bewohner:innen erzählt.
Die zwölf geplanten Stationen des Projekts machen persönliche Paradiesgeschichten Karlsruher Bürger:innen erlebbar – mit Kompositionen von Paul Brody, den Stimmen der Interviewten und den Ensembles des Badischen Staatstheaters.
Wir sind stolz, dass diese genreübergreifende Arbeit, die Theater, Musik, Tanz, Technologie und Stadtgesellschaft verbindet, nun bundesweit Beachtung findet.
Aus der Begründung der Jury:
„Mit „Paradise Found“ gelingt dem Badischen Staatstheater Karlsruhe ein partizipatives, spartenübergreifendes Mixed-Reality-Stadtprojekt, das klassische Gattungsgrenzen konsequent überschreitet und exemplarisch für die Kategorie „Genrespringer“ steht. In der Regie von Kevin Barz entsteht in Verschränkung von Komposition, digitaler Kunst und bürgerschaftlicher Teilhabe ein „wachsender Mixed-Reality-Garten“ im urbanen Raum – ein persönliches und kollektives Paradies der Geschichten, erzählt von den Menschen der Stadt. Interviews mit Karlsruher Bürger:innen bilden den emotionalen Kern des Projekts. „Paradise Found“ verbindet Digitalität und Nachhaltigkeit nicht nur thematisch, sondern auch ästhetisch und strukturell. Recycelte Materialien, transparente Bildschirme und ressourcenschonende Technologien verschmelzen mit realen Stadträumen. Der öffentliche Raum wird Bühne und Archiv, Begegnungsort und Möglichkeitsraum zugleich. Die Zusammenarbeit aller Sparten formt ein hybrides Gesamtkunstwerk. Zuschauer:innen werden zu Mitgestalter:innen: ihre Geschichten kehren ästhetisch überformt in die Stadt zurück – erlebbar auf Fahrradtouren, bei Aktionen, im offenen Diskurs.“
Herzlichen Glückwunsch, an Kevin Barz und das Team des Digitaltheaters!
Weitere Infos zum Projekt und den bisher erschienenen Episoden im Karlsruher Stadtraum finden Sie hier.
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