
Foto: Bengt Wanselius
Der Schwede Johan Inger erhielt seine Ausbildung an der Royal Swedish Ballet School sowie an der National Ballet School of Canada. Seine Karriere begann beim Schwedischen Königlichen Ballett, wo er als Solist tanzte, bevor er 1990 zum Nederlands Dans Theater (NDT) nach Den Haag wechselte – eine Compagnie, in der er als Tänzer herausragte und sein choreografisches Talent entdeckte. Sein Debüt als Choreograf gab er 1995 mit Mellantid für NDT 2, einem Werk, das sofort große Anerkennung und Preise erhielt. Im Laufe seiner Karriere schuf Inger bedeutende Stücke wie Walking Mad, Dream Play, Rain Dogs, Bliss und Carmen und wurde dafür unter anderem mit dem Philip Morris Finest Selection Award, dem Lucas Hoving Production Award, dem Danza & Danza Award, dem Carina Ari Award sowie dem renommierten Prix Benois de la Danse (2016) ausgezeichnet. Von 2003 bis 2008 war er künstlerischer Leiter des Cullberg Ballet, für das er zahlreiche erfolgreiche Werke kreierte. Anschließend kehrte er als assoziierter Choreograf zum NDT zurück und arbeitete regelmäßig mit international bedeutenden Compagnien wie Aterballetto, Ballett Basel, Stuttgarter Ballett, dem Royal Swedish Ballet, der Opéra de Lyon und der Semperoper Ballett Dresden zusammen. Zu seinen jüngeren Arbeiten zählen IMPASSE (2020), Don Juan (2020), Aurora’s Nap (2022) und A Swan Lake (2023), die seine Bedeutung für die zeitgenössische Tanzszene unterstreichen. Seit der Spielzeit 2022/23 ist Inger künstlerischer Leiter von Take Off Dance, einem Ausbildungsprogramm für junge Tänzer:innen in Sevilla. Als einer der einflussreichsten Choreograf:innen seiner Generation verbindet Johan Inger Musikalität, Humor und emotionale Tiefe in einem Werk, das weltweit Wirkung entfaltet.
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