Händel-Festspiele Karlsruhe

48. Internationale Händel-Festspiele
20. Februar bis 8. März 2026
„Standhaftigkeit und Verachtung sind Waffen gegen die Tyrannei." - Bajazet
Liebes Publikum,
im Zentrum der Händel-Festspiele 2026 steht Händels 1724 uraufgeführte Oper Tamerlano, mit deren szenischer Umsetzung das Freiburger Barockorchester und René Jacobs in Karlsruhe eine konzertante Aufführungsserie krönen. Tamerlano galt schon zu Händels Lebzeiten als ein außergewöhnliches Werk hinsichtlich seiner dramatischen Faktur und realitätsnahen Inhaltstiefe. Aus dessen Libretto speist sich das Festspielmotto, das die Programmatik der Festspiele um das Themenpaar Diktatur und Befreiung kreisen lässt: ganz konkret politisch, aber auch im übertragenen, künstlerischen Sinn als stilistische und künstlerische Befreiung aus einem herrschenden Regelwerk. Inszenieren wird Kobie van Rensburg, der für ungewöhnliche, digital gestützte Raumlösungen ebenso bekannt ist wie für seine – sehr englisch geprägte – Fähigkeit, auch inhaltsschweren historischen Stoffen hie und da humorvolle Aspekte abzugewinnen.
Die Deutschen Händel-Solisten umrahmen die Reihe der Festspielkonzerte mit einem Gala-Konzert unter Attilio Cremonesi und einem Festkonzert, beleben konzertant die arkadische Klangwelt in Händels Oper Atalanta und sind traditionsgemäß auch in einem Kammerkonzert zu erleben. Die konzertant aufgeführte Oper Atalanta, die in die arkadische Natur zu Nymphen, Hirten und Jägern führt, wird seit ihrer Entstehung im Jahre 1736 immer wieder zu den „charmantesten" Opern Händels gezählt. Die diesjährige Festspieloper Rinaldo wird traditionsgemäß mit gleicher Besetzung wieder aufgenommen und liegt erneut musikalisch in den Händen von Rinaldo Alessandrini.
Im Rahmen eines vielfältigen Angebots mit unterschiedlichsten Formaten wird international bekannten Größen (nicht nur) der Barockszene ebenso ein Podium geboten wie vielversprechendem Nachwuchs. Dabei vernetzen wir uns auch räumlich weiter mit der Stadt.
Der Vorverkauf für alle Vorstellungen der Händel-Festspiele 2026 ist gestartet. Reservieren Sie sich bereits frühzeitig Ihre Tickets für die Händel-Highlights: Die 48. Internationalen Händel-Festspiele Karlsruhe finden vom 20. Februar bis 8. März 2026 statt.
Unser Festival-Programm vereint die Stars von morgen mit „Big Names“ der Barock-Szene: Sie alle eröffnen zwei Wochen lang eine Welt voll barockem Zauber und machen Karlsruhe zu einem Treffpunkt der internationalen Musikszene.
Ihr Festspielteam
Christoph von Bernuth, Stephanie Twiehaus, Oliver Kersken

Händel-Festspielleitung: Oliver Kersken, Stephanie Twiehaus, Christoph von Bernuth (Foto: Arno Kohlem)
Das Programm der letzten Internationalen Händel-Festspiele 2026 finden Sie hier zum Download.
Tipps für Ihren Besuch im Staatstheater
- Ankommen & genießen: Während der Händel-Festspiele öffnet das Staatstheater bereits 90 Minuten vor Beginn der jeweiligen Veranstaltungen – so können Sie in Ruhe ankommen, die Garderobe aufsuchen oder sich mit einem Getränk an der Bar auf die Vorstellung einstimmen. Freuen Sie sich außerdem auf ein kulinarisches Angebot unserer Theatergastronomie, das Sie in Festspiel-Laune bringen wird.
Freitag, 20.2.
Tamerlano
Dramma per musica von Georg Friedrich Händel
Im Anschluss Premierenfeier im Neuen Entrée
Internationale Händel-Festspiele
Tagesbesetzung
2 Pausen
Samstag, 21.2.
Galakonzert mit Maayan Licht
sowie Attilio Cremonesi & Deutsche Händel-Solisten
Internationale Händel-Festspiele
Tagesbesetzung
1 Pause
Sonntag, 22.2.
Preisträgerkonzert
der Händel-Gesellschaft Karlsruhe
Internationale Händel-Festspiele
Tamerlano
Dramma per musica von Georg Friedrich Händel
Internationale Händel-Festspiele
Tagesbesetzung
2 Pausen
Montag, 23.2.
Geburtstags-Salon
Zum 341. Geburtstag von Georg Friedrich Händel
Internationale Händel-Festspiele
Dienstag, 24.2.
Libera me
Orgelkonzert mit Nadiya Velychko
Internationale Händel-Festspiele
Mittwoch, 25.2.
Tamerlano
Dramma per musica von Georg Friedrich Händel
Internationale Händel-Festspiele
Tagesbesetzung
2 Pausen
Donnerstag, 26.2.
Tamerlan: Eroberer & Mäzen
Festvortrag von Professor Dr. Markus Koller
Internationale Händel-Festspiele
Les Boréades
Tragédie von Jean-Philippe Rameau
Zum vorletzten Mal in dieser Spielzeit
Tagesbesetzung
1 Pause
Freitag, 27.2.
Rinaldo
Opera seria von Georg Friedrich Händel
Internationale Händel-Festspiele
Tagesbesetzung
1 Pause
Samstag, 28.2.
10:00 - 12:30
Konzert
2. Farinelli-Wettbewerb
Gesangswettbewerb für Countertenöre
Sonderpreis für Neue Musik
Vorstellungsausfall
1 Pause
Kleines Haus
20,00 Euro / erm. 10,00 Euro
Händel-Brunch
Festspielteam & Gäste im Gespräch
Internationale Händel-Festspiele
Neues Entrée
Eintritt frei
Tamerlano
Dramma per musica von Georg Friedrich Händel
Internationale Händel-Festspiele
Tagesbesetzung
2 Pausen
Bajazet e Tamerlano
Ein Opernpasticcio der Internationalen Händel-Akademie – konzertant
Einführung von Prof. Dr. Thomas Seedorf
Internationale Händel-Festspiele
Atalanta
Dramma per musica von Georg Friedrich Händel
Internationale Händel-Festspiele
Tagesbesetzung
Sonntag, 1.3.
Ökumenischer Festgottesdienst
Internationale Händel-Festspiele
Evangelische Stadtkirche am Marktplatz
Eintritt frei
Rinaldo
Opera seria von Georg Friedrich Händel
Internationale Händel-Festspiele
Tagesbesetzung
1 Pause
Glanz und Stille
Chorkonzert
Internationale Händel-Festspiele
Montag, 2.3.
19:00 - 22:00
Konzert
2. Farinelli-Wettbewerb
Gesangswettbewerb für Countertenöre
Farinelli – Großes Finale
Vorstellungsausfall
1 Pause
Großes Haus
35,00 Euro / erm. 17,50 Euro
Dienstag, 3.3.
Tamerlano
Dramma per musica von Georg Friedrich Händel
Internationale Händel-Festspiele
Tagesbesetzung
2 Pausen
Forza segreta
Kammerkonzert der Deutschen Händel-Solisten
Internationale Händel-Festspiele
Mittwoch, 4.3.
Rinaldo
Opera seria von Georg Friedrich Händel
Zum letzten Mal
Internationale Händel-Festspiele
Tagesbesetzung
1 Pause
Donnerstag, 5.3.
Janoska Ensemble: Revolution!
Crossover-Konzert im legendären "Janoska-Style"
Internationale Händel-Festspiele
1 Pause
Freitag, 6.3.
3. Sonderkonzert – Festkonzert der Deutschen Händel-Solisten mit Andrea Marcon
mit anschließender Feier im Neuen Entrée
Internationale Händel-Festspiele
Sonderkonzert-Abo, 1 Pause
Samstag, 7.3.
The Cage
Vernissage der Installation von Fahar Al-Salih
Evangelische Stadtkirche am Marktplatz
Eintritt frei
Die Kunst der Flucht
Musikalische Lesung mit Johann Sebastian Bachs "Kunst der Fuge"
Internationale Händel-Festspiele
Les Boréades
Tragédie von Jean-Philippe Rameau
Zum letzten Mal in dieser Spielzeit
Tagesbesetzung
1 Pause
Sonntag, 8.3.
Barry Lyndon
Historienfilm von Stanley Kubrick (OV)
Internationale Händel-Festspiele
Atalanta
Dramma per musica von Georg Friedrich Händel
Internationale Händel-Festspiele
Tagesbesetzung
Geschichte
Deutsche Händel-Solisten
Internationale Händel-Akademie
Farinelli-Wettbewerb
Geschichte der Händel-Festspiele Karlsruhe
Mit den Internationalen Händel-Festspielen setzt das Staatstheater nicht nur ein starkes musikalisches Zeichen, sondern ehrt auch den großen Europäer Georg Friedrich Händel, der mit seinem musikalischen Schaffen und seiner Lebensphilosophie ein schrankenloses Europa lebte. Die Händel-Festspiele sind alljährlich mit einer Reihe hochkarätiger, internationaler Künstler:innen besetzt, die sich in Karlsruhe einem großen, gemeinsamen Projekt widmen.
Als einer der bekanntesten Komponisten des Barocks hinterließ Georg Friedrich Händel der Nachwelt ein schier unerschöpfliches musikalisches Erbe. Seine Musik inspiriert und berührt nach wie vor viele Menschen. Am Staatstheater Karlsruhe erfährt sein Werk mit den Internationalen Händel-Festspielen dank dem damaligen Generalintendanten des Theaters, Günter Könemann, bereits seit dem Jahr 1978 eine ganz besondere Würdigung. 1985, anlässlich der 300. Wiederkehr seines Geburtstages, wurden die alljährlich durchgeführten „Händel-Tage“ in den Rang von Festspielen erhoben. Die Aufführungen haben „die stilistische und inhaltliche Vielschichtigkeit sowie neue Deutungsformen der Werke aufgedeckt und den Umgang mit Händel interessant gemacht“, freute sich Könemann über den Erfolg seiner Festspiele.
Der Geburtstagsmonat des Komponisten, der Februar, hat sich in Karlsruhe so zu einem einzigartigen Kulturmonat entwickelt. Das Karlsruher Publikum fiebert diesem Highlight im Jahresspielplan des Badischen Staatstheaters ganz besonders entgegen. Die Internationalen Händel-Festspiele locken nicht nur Besucherinnen und Besucher aus der ganzen Welt in die Fächerstadt, sondern auch die größten Stars der Barockmusik sowie die weltweit besten Händel-Interpreten – sie versprechen höchste künstlerische Qualität dank der eingeladenen internationalen Künstler:innen der Alten-Musik-Szene.

Die Festspiele sind die ersten ihrer Art, für die ein eigenes internationales Spezialorchester gegründet wurde. Die Deutschen Händel-Solisten wurden ebenfalls 1985 aus Anlass des Europäischen Jahres der Musik und des 300. Geburtstages von Georg Friedrich Händel ins Leben gerufen. Absicht war es, die Rezeption Händelscher Werke und der seiner Zeitgenossen mit einem Klangkörper, der durch sein verwendetes Instrumentarium die Aufführungsbedingungen des frühen 18. Jahrhunderts widerspiegelt, optimal zu unterstützen. Das Staatstheater Karlsruhe „leistet“ sich als einziges Mehrspartenhaus in Deutschland dieses Festival-Orchester jährlich und sorgt somit neben den Produktionen der hauseigenen Badischen Staatskapelle mit den Aufführungen der Deutschen Händel-Solisten für eine lebendige und spannende Rezeption barocker Werke.
Internationale Händel-Akademie
1986 rief das Theater gemeinsam mit der Hochschule für Musik Karlsruhe die Händel-Akademie ins Leben, um junge Begabungen mit den tonangebenden Künstlern:innen der internationalen Szene zusammenzubringen und zu fördern. Das begleitende Symposium und die Konzerte der Händel-Akademie sind eine unverzichtbare Ergänzung des Hauptprogrammes. 1986 wurde mit der Einrichtung der Internationalen Händel-Akademie (Künstlerische Leitung aktuell: Jörg Halubek) eine Institution geschaffen, die in enger Zusammenarbeit mit der Staatlichen Hochschule für Musik Karlsruhe jährlich zahlreiche Kurse durchführt, in denen - einmalig in der Bundesrepublik Deutschland - international renommierte Spezialisten den barocken Gesangsstil und die spezielle Spielweise der historischen Musikinstrumente aus der Zeit Händels lehren. In den parallel dazu stattfindenden Kolloquien beschäftigen sich Musikhistoriker, Musiker, Kritiker und Regisseure gemeinsam mit aufführungspraktischen und inszenatorischen Fragen, insbesondere im Hinblick auf Händels Opern und Oratorien.