Dramma per musica von Georg Friedrich Händel
Libretto von Agostino Piovene, bearbeitet von Nicola Francesco Haym
In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln
Eröffnungspremiere der 48. Internationalen Händel-Festspiele
Ab 12 Jahren
Dauer: ca. 4h 15, 2 Pausen
Internationale Händel-Festspiele
20.2.2026 Großes Haus
Händels Tamerlano galt schon im Entstehungsjahr 1724 als politisches Statement: Leicht konnte (und kann noch immer) die auf historischen Ereignissen fußende Geschichte um den osmanischen Sultan Bajazet, der nach verlorener Schlacht vom tyrannischen Mongolenführer Tamerlan eingekerkert und in den Selbstmord getrieben wird, in Beziehung zu aktuellen Ereignissen gesetzt werden.
Dass auch für den Komponisten dieses Werk weitaus mehr bedeutete als die Gelegenheit, Bravourarien aneinanderzureihen, zeigt sich in der ungewöhnlich dramatischen Ausgestaltung der Rezitative, die der Handlung Priorität einräumen – und wohl auch in der Tatsache, dass mit Bajazet eine Heldenhauptrolle lebensnah einem Tenor statt der widernatürlichen Stimme eines Kastraten zugedacht wurde: für René Jacobs eines der dramaturgisch stärksten Werke Händels. Sein mit dem Freiburger Barockorchester unlängst erarbeiteter Tamerlano kommt bei den Händel-Festspielen 2026 auch szenisch zur Aufführung. Mit der Fächerstadt verbindet dieses Werk eine besondere Geschichte: 1924 erfuhr es hier seine erste Wiederaufführung in der Neuzeit.
SWR Kultur Radio zeichnet die Premiere auf, der Mitschnitt wird im Programm SWR Kultur in der Reihe ARD Oper am 25. April 2026 gesendet.

Termine
Diese Produktion wird am 3.3.2026 zum letzten Mal aufgeführt.
Zur Zeit liegen keine Termine vor.
Besetzung
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