nach dem Film von Aki Kaurismäki
in einer Fassung von Adrian Figueroa und Bastian Boß
Wenig Sprache mit englischen Übertiteln
Ab 15 Jahren
Dauer: 1h 15, keine Pause
Wiederaufnahme
22.10.2026 Kleines Haus
Die Tage von Iris sind bestimmt von Monotonie und Tristesse. Tagsüber steht sie am Fließband in der Streichholzfabrik und kontrolliert zwischen den ratternden Maschinen, ob die Päckchen in Ordnung sind. Abends kocht sie für Mutter und Stiefvater, die von der Sozialhilfe und Iris' Gehalt leben, eine dürftige Suppe. Gesprochen wird kaum in dieser Welt. Nur die Fernsehnachrichten prasseln sonntagabends auf Iris ein. Als sie sich eines Tages nach der Arbeit ein Kleid kauft, wird sie zu Hause für diesen plötzlichen Ausdruck ihrer Bedürfnisse umgehend bestraft. Trotzdem geht Iris in ein Tanzlokal, auf der Suche nach einem Mann, wie in ihren Romanen. Auch dort bleibt sie isoliert. An einem bierdunstigen Abend wird Iris schließlich von einem Mann mit nach Hause genommen, und eine einseitige Liebe beginnt. Ungerührt lässt dieser sie fallen, obwohl sie von ihm schwanger ist. Zu Hause wird Iris kurzerhand rausgeworfen. Um die Gerechtigkeit wiederherzustellen, nimmt sie die Dinge auf radikale Weise selbst in die Hand.
Adrian Figueroa bringt das Drehbuch des großen finnischen Kino-Poeten Aki Kaurismäki auf die Bühne, den Film fast ohne gesprochene Sprache. Wir sehen eine abgestumpfte Welt, in der jeglicher Lebensfunke sofort verschluckt wird, die in ihrer Trostlosigkeit aber auch befreiend komisch anzuschauen ist.
Termine
Besetzung
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