Eine Versuchsanordnung über Kontrolle und Menschsein nach Bertolt Brecht
In einer Fassung von Nele Tippelmann, Jannika Erdmann und Amy Zayed
Ab 13 Jahren
Premiere
19.6.2027 Insel, Karlstr. 49b
Vier Körper, vier Avatare, ein Algorithmus: Bertolt Brechts Mann ist Mann wird ins 21. Jahrhundert verlegt. Was passiert, wenn ein Mensch sich immer weiter optimiert – bis nur noch Funktion bleibt? Die Spieler:innen starten als Testpersonen einer App, die verspricht, alles Schwache in Stärke zu verwandeln. Doch zwischen Drill, Leistungsdruck und Selbstdarstellung verschwimmen die Grenzen: Wann wird aus Motivation Zwang, aus Selbstverbesserung ein Krieg gegen den eigenen Körper? Das Stück fragt, wie wir heute mit Rollenbildern, Männlichkeit und Körperidealen umgehen – und was davon eigentlich wir selbst sind.
Die Inszenierung bleibt Brecht treu, indem sie seine Lehrstücke als Erfahrungsräume begreift. Zuschauen, Mitdenken, Mit- und Widersprechen: DJ‑Set und Kamera schaffen einen dynamischen Spielraum, eine Art Bootcamp, in dem Publikum und Performer:innen gemeinsam ausprobieren, was Menschsein 2027 bedeuten kann. Die künstlerische Audiodeskription als eigenständiges Gestaltungsmittel beschreibt und kommentiert das Bühnengeschehen und lädt sehende, sehbehinderte und blinde Menschen gleichermaßen ein. Verfremdung trifft Gegenwart – Brecht im TikTok‑Tempo.
Immer mit künstlerischer Audiodeskription.
Termine
Tickets für unsere Spielstätte Insel gehen immer ab dem 28. des Vorvormonats in den Verkauf. Immer mit künstlerischer Audiodeskription (Hörbeschreibung).
Samstag, 19.6.
Insel, Karlstr. 49b
Besetzung
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