Badische Neueste Nachrichten, Isabel Steppeler, 18.5.2026
Keine Aktualisierung, kein Konzeptdruck: Das Karlsruher Staatstheater setzt auf liebevoll altmodischen Zauber und trifft damit ins Schwarze.
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Karine Van Herckes Bühne und Kostüme entfalten (…) einen geradezu liebevoll altmodischen Bilderreichtum. Der Wald wirkt wie aus einem riesigen Bilderbuch geklappt. […] Nichts daran wirkt ironisch gebrochen. Genau das macht diese Ästhetik so stark. Sie erlaubt dem Stück, tatsächlich traumhaft zu sein.
Und Britten liefert dazu die ideale Musik. Georg Fritzsch führt die Badische Staatskapelle mit großer Klarheit und Sinn für Klangfarben durch diese Partitur, die weniger von großen melodischen Bögen lebt als von schillernden Atmosphären.
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Sehr geschlossen präsentiert sich auch das Ensemble. Im Mittelpunkt steht Lidor Mesika (…). Sein Oberon besitzt Autorität, klangliche Eleganz und genau jene leicht entrückte Aura, die Brittens Elfenkönig braucht. Martha Eason gibt eine starke, vokal leuchtende Tytania. Marie-Sophie Janke, Brett Sprague, Tomohiro Takada und Ina Schlingensiepen gestalten das Liebeschaos vorzüglich.
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Edward Lee als quirliger Puck und die Kinder des Cantus Juvenum prägen Benjamin Brittens „A Midsummer Night’s Dream“ mit Spielfreude, Beweglichkeit und zauberhaft klarem Elfenchor-Gesang.
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Dieser „Midsummer Night’s Dream“ ist kein Opernabend, der mit Gewalt Bedeutung behauptet. Er macht etwas viel Schwierigeres: Er bezaubert.
SWR Kultur am Morgen, Bernd Künzig, 18.5.2026
Das ist alles hübsch anzusehen, nahezu eine Traumidylle. Doch Brittens Partitur zieht einige Brüchigkeit ein. Oberon ist mit einem Countertenor besetzt – der fabelhafte Lidor Mesika, wieder ein Repräsentant des derzeitigen Counterwunders in Karlsruhe – die weibliche Stimme im männlichen Körper.
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Die ungemein präzise spielende Badische Staatskapelle meistert unter der Leitung von Georg Fritzsch perfekt all die kammermusikalisch und oft solistisch geführten Klangebenen und beleuchtet die hier aufeinandertreffenden, differenten Welten von abgründigem Begehren und Naturzauber.
Die vollständige Rezension lesen und hören Sie hier.
mozart2006.de, Gianguido Mussomeli, 3.6.2026
Die Inszenierung des französischen Regisseurs François de Carpentrie[s] fängt den traumhaften und surrealen Charakter des Märchens mit einer klaren, eleganten und nuancierten Bühnenerzählung perfekt ein. [...] Insgesamt eine absolut beispielhafte Bühneninterpretation, die durch ihre erzählerische Wirkung und ihren Respekt vor dem dramatischen Inhalt des Textes besticht. Sie harmoniert hervorragend mit dem raffinierten Dirigat von Georg Fritzsch, der der Badischen Staatskapelle ein filigranes Geflecht kostbarer Klangfarben und Instrumentalklänge von höchster Finesse und Zartheit entlockte.
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Ein begeisterter Erfolg beim Publikum, das die märchenhafte Atmosphäre des Abends sichtlich genoss.
Die vollständige Rezension lesen Sie hier.
Eine italienische Version der Rezension finden Sie hier.
Termine
Diese Produktion wird am 21.7.2026 zum letzten Mal in dieser Spielzeit aufgeführt.
Freitag, 19.6., 19:30 - 22:30
Großes Haus
ML Wagner; Oberon: Mesika, Titania: Eason, Theseus: D. Lee, Hyppolita: Lang, Lysander: Sprague, Demetrius: Ivasechko, Hermia: Janke, Helena: Ks. Schlingensiepen, Bottom: Yilmaz, Quince: Zhao, Flute: Ks. Schneider, Schnauz: Tappert, Schnock: Pastewski, Schlucker: Severin
65,00 - 20,00 Euro
Samstag, 4.7., 19:30 - 22:30
Großes Haus
ML Morin; Oberon: Mesika, Titania: Eason, Theseus: D. Lee, Hyppolita: Lang, Lysander: Sprague, Demetrius: Ivasechko, Hermia: Janke, Helena: Ks. Schlingensiepen, Bottom: Yilmaz, Quince: Zhao, Flute: Ks. Schneider, Schnauz: Tappert, Schnock: Pastewski, Schlucker: Severin
57,00 - 17,00 Euro
Dienstag, 21.7., 19:30 - 22:30
Großes Haus
ML Morin; Oberon: Mesika, Titania: Eason, Theseus: D. Lee, Hyppolita: Lang, Lysander: Sprague, Demetrius: Ivasechko, Hermia: Janke, Helena: Ks. Schlingensiepen, Bottom: Yilmaz, Quince: Zhao, Flute: Ks. Schneider, Schnauz: Tappert, Schnock: Pastewski, Schlucker: Severin
52,00 - 15,00 Euro