Springe zum Inhalt Springe zur Hauptnavigation

Vorschau auf die Spielzeit 2026/27

Die Vorfreude auf die neue Spielzeit steigt: Am 1. Juli startet der Kartenvorverkauf für die Spielzeit 2026/27!

Premieren

Oper

4.10.2026 Sunset Boulevard – Musical von Andrew Lloyd Webber. Großes Haus. (12+)
6.12.2026 Die tote Stadt – von Erich Wolfgang Korngold. Großes Haus. (12+)
19.12.2026 Souvenir – Eine Florence-Foster-Jenkins-Komödie mit Musik von Stephen Temperley. Kleines Haus. (10+)
18.2.2027 Faramondo – von Georg Friedrich Händel. Eröffnungspremiere der 49. Internationalen Händel-Festspiele Karlsruhe. Großes Haus. (14+)
27.2.2027 Tragödia – Der unsichtbare Raum – von Adriana Hölszky. ZKM | Zentrum für Kunst und Medien Karlsruhe. (10+)
28.2.2027 Floridante – von Georg Friedrich Händel. Im Rahmen der 49. Internationalen Händel-Festspiele Karlsruhe. Großes Haus. (12+)
4.4.2027 Arabella – von Richard Strauss. Großes Haus. (12+)
15.5.2027 Don Quichotte – von Jules Massenet. Großes Haus. (10+)
3.7.2027 Il Trittico – von Giacomo Puccini. Großes Haus. (12+)

Schauspiel

3.10.2026 Das Prinzip Hoffnung (UA) – Musiktheater nach Ernst Bloch. Kleines Haus. (15+)
6.11.2026 Macbeth – von Heiner Müller nach Shakespeare. Kleines Haus. (15+)
15.1.2027 The boys are kissing – von Zak Zarafshan. Kleines Haus. (14+)
13.2.2027 Drei Schwestern – von Anton Tschechow. Kleines Haus. (15+)
20.3.2027 Deutsches Krankes Haus – Ein medizinischer Abend von Tuğsal Moğul. Kleines Haus. (14+)
3.4.2027 Solaris – nach dem Roman von Stanisław Lem. Insel. (14+)
29.4.2027 Im Bruch mit der Welt (UA) – von Matthias Naumann (Futur II Konjunktiv). Mobil. (15+)
5.6.2027 Wer hat Angst vor Virginia Woolf …? – Edward Albee. Kleines Haus. (15+)
Frühjahr 2027 Verehrtes Publikum (UA) – Eine Zaubershow von Redjep Hajder. Neues Entrée. (14+)

Ballett

31.10.2026 Cinderella (UA) – Ballett von Kristina Paulin. Großes Haus. (8+)
24.4.2027 Black Lights – Ballettabend mit Choreografien von Raimondo Rebeck (UA), Jonathan dos Santos (UA) und Alexander Ekman. Großes Haus. (12+)
18.6.2027 Made in KA – Junge Choreografien aus Karlsruhe (UA) – Ballettabend mit Choreografien von und mit dem Staatsballett. Kleines Haus. (12+)

Konzert

27./28.9.2026 1. Sinfoniekonzert – Werke von Strauss & Dvořák
8./9.11.2026 2. Sinfoniekonzert – Werke von Beethoven, Mozart & Berlioz
13./14.12.2026 3. Sinfoniekonzert – Werke von Gubaidulina, Glière & Tschaikowski
10./11.1.2027 4. Sinfoniekonzert – Werke von Mozart & Mahler
7./8.3.2027 5. Sinfoniekonzert – Werke von Liszt, Levi & Beach
18./19.4.2027 6. Sinfoniekonzert – Werke von Mendelssohn Bartholdy, Tomasi & Schumann
6./7.6.2027 7. Sinfoniekonzert – Werke von Vaughan Williams & Kaiser (UA)
11./12.7.2027 8. Sinfoniekonzert – Sinfonie Nr. 8 von Bruckner
14.11.2026 1. Sonderkonzert – Werke von Brahms, Beethoven, Volkmann u.a.
6.3.2027 2. Sonderkonzert – Festkonzert im Rahmen der 49. Internationalen Händel-Festspiele Karlsruhe
10.4.2027 3. Sonderkonzert – Werke von Beethoven
29.5.2027 4. Sonderkonzert – A Night at the Oscars
16.7.2027 5. Sonderkonzert – Werke von Mendelssohn Bartholdy & Bruckner

Junges Staatstheater

24.9.2026 familienalbum.karlsruhe (UA) – von Lisa Sommerfeldt. Insel. (12+)
6.11.2026 König Kristina (DE) – von Frida Österberg. Insel. (14+)
15.11.2026 Der Zauberer von Oz – nach Lyman Frank Baum. Großes Haus. (6+)
16.12.2026 Ganzkörperparty (UA) – Klassenzimmerstück von Fayer Koch. Mobil. (10+)
12.2.2027 Wutmonster (UA) – Stückentwicklung. Insel. (4+)
24.4.2027 20.000 Meilen unter dem Meer – nach Jules Verne. Insel. (10+)
19.6.2027 Mann ist Mann – nach Bertolt Brecht. Insel. (13+)
Frühjahr 2027 Das verräterische Herz – von Edgar Allan Poe. Insel Freiraum. (12+)

Digitaltheater

18.11.2026 Karneval der Tiere (UA) – Eine XR-Experience über das Verschwinden. Naturkundemuseum Karlsruhe. (14+)
10.4.2027 Saal 600 – Eine dokumentarische Sprechoper über die Nürnberger Prozesse. Kleines Haus. (15+)
10.7.2027 Metamorphosen (UA) – nach Ovid. Neues Entrée. (12+)

UA – Uraufführung · DE – Deutsche Erstaufführung

Wiederaufnahmen

Oper

20.9.2026 Rigoletto – von Giuseppe Verdi. Großes Haus. (12+)
8.10.2026 Die Comedian Harmonists – von Franz Wittenbrink. Großes Haus. (10+)
18.10.2026 The Wreckers – von Ethel Smyth. Großes Haus. (14+)
12.12.2026 Hänsel und Gretel – von Engelbert Humperdinck. Großes Haus. (5+)
7.1.2027 La Traviata – von Giuseppe Verdi. Großes Haus. (12+)
15.1.2027 Les Boréades – von Jean-Philippe Rameau. Großes Haus. (12+)
30.1.2027 Lohengrin – von Richard Wagner. Großes Haus. (12+)
25.2.2027 Orpheus und die Zauberharfe – Kinderoper von Stephanie Twiehaus und Christoph von Bernuth. Kleines Haus. (5+)
23.4.2027 Breaking the Waves – von Missy Mazzoli. Kleines Haus. (16+)
2.5.2027 Die Fledermaus – von Johann Strauß. Großes Haus. (9+)

Schauspiel

24.9.2026 All das Schöne – von Duncan Macmillan. Neues Entrée. (14+)
25.9.2026 Peer Gynt – nach Henrik Ibsen. Kleines Haus. (15+)
26.9.2026 Der zerbrochne Krug – Lustspiel von Heinrich von Kleist, mit einem anderen Ausgang von Maria Milisavljević. Kleines Haus. (14+)
6.10.2026 Man kann auch in die Höhe fallen – nach dem Roman von Joachim Meyerhoff. Kleines Haus. (15+)
11.10.2026 Geschichten aus dem Wiener Wald – Eine Pop-Oper von Johannes Hofmann nach dem Volksstück von Ödön von Horváth. Kleines Haus. (15+)
16.10.2026 Moskitos – von Lucy Kirkwood. Kleines Haus. (15+)
22.10.2026 Das Mädchen aus der Streichholzfabrik – nach dem Film von Aki Kaurismäki. Kleines Haus. (15+)
28.10.2026 Debritz (UA) – von Kaleb Erdmann. Neues Entrée. (14+)
18.11.2026 Die Wut, die bleibt – von Mareike Fallwickl. Kleines Haus. (14+)
25.11.2026 Woyzeck – von Georg Büchner. Kleines Haus. (14+)
2.12.2026 Showtime. Die besten Lieder der Welt – von und mit Anne Müller und Matthias Flake. Kleines Haus. (14+)
12.5.2027 Furcht und Elend des Dritten Reiches – von Bertolt Brecht. Kleines Haus. (15+)
29.6.2027 Prima Facie – von Suzie Miller. Kleines Haus. (15+)
Herbst 2026 norway.today – von Igor Bauersima. Insel. (15+)

Ballett

26.9.2026 Statements – Ballettabend mit Choreografien von Raimondo Rebeck, Houston Thomas (UA) und Jiří Kylián. Großes Haus. (12+)
24.11.2026 Das Mädchen & Der Nussknacker – Ballett von Bridget Breiner. Großes Haus. (8+)
29.1.2027 Dracula (UA) – Ballett von Kenneth Tindall, Musik von Alexandra Harwood. Großes Haus. (16+)
7.7.2027 La Dolce Vita – Ballettabend mit Choreografien von Johan Inger und Kristina Paulin (UA). Großes Haus. (12+)

Junges Staatstheater

20.9.2026 Stapeln (UA) – Stückentwicklung von Stefanie Heiner. Insel. (2+)
26.9.2026 Der satanarchäolügenialkohöllische Wunschpunsch – von Michael Ende. Insel. (8+)
30.9.2026 Robin Hood – Alles für alle und nix für niemand! (UA) – Stückentwicklung von Sonja Elena Schroeder. Insel. (9+)
8.10.2026 Ey, Alter! Karim und Mo halten die Zeit an (UA) – von Coco Plümer. Insel. (7+)
11.10.2026 Mädchenschrift – von Özlem Özgül Dündar. Insel. (14+)
23.10.2026 Bu sözler bizim – Die Worte gehören uns – von Yade Yasemin Önder. Insel. (11+)
1.12.2026 Die Welle – nach Morton Rhue und Ron Jones. Kleines Haus. (12+)
11.12.2026 Die Physiker – Komödie in zwei Akten von Friedrich Dürrenmatt. Kleines Haus. (13+)
ab September 2026 Raumrauschen (UA) – Ein Stück für eine Klasse und zwei Spieler:innen von Matin Soofipour Omam. Mobil. (12+)
ab September 2026 Sonnenstrahl im Kopfsalat – Ein Theaterstück zum Vergessen von Holger Schober. Mobil. (10+)
ab September 2026 Die Eisbärin – Ein Klassenzimmerstück von Eva Rottmann. Mobil. (10+)
ab September 2026 Habibi, das ist echt! (UA) – von Hadeer Hando und Mona vom Dahl. Insel & Mobil. (13+)
ab Oktober 2026 Riesen Probleme – Die Regeln mach nicht ich (UA) – von Fayer Koch. Insel. (5+)
ab Oktober 2026 Nils Karlsson Däumling – Kinderoper von Thierry Tidrow nach Astrid Lindgren. Insel & Mobil. (3+)
ab Frühjahr 2027 Zukunft – Ja Nein Vielleicht haha (UA) – von Jeanne-Marie Bertram, Lorena Juric-Blazevic, Matthias Pieper, Thalia Schoeller und Arne Vogelgesang. Insel. (14+)

Digitaltheater

4.12.2026 1984/2052 – nach George Orwell. In einer Neufassung von Kevin Barz und Anna-Teresa Schmidt. Kleines Haus. (15+)

Oper

Premieren und Wiederaufnahmen der Sparte Oper in der Spielzeit 2026/27.

Premieren

Oper
„Eine Show, in der alle Charaktere nur für eine Sache leben – Filme. Liebe und Filme.“ Andrew Lloyd Webber

Sunset Boulevard

Sunset Boulevard

Musical von Andrew Lloyd Webber · Gesangstexte von Don Black und Christopher Hampton · Nach dem Film von Billy Wilder · Deutsch von Michael Kunze · Karlsruher Erstaufführung

Seit 1908 in Hollywood der erste Film gedreht worden war, entwickelte sich der von Los Angeles über Beverly Hills bis zum Pazifik reichende Sunset Boulevard zur Top-Adresse der Stars und Filmemacher:innen, gesäumt von teuren Villen, in denen sich auch manch ein reales Drama abspielte. In seinem gleichnamigen Klassiker schilderte Filmregisseur Billy Wilder 1950 die fiktive Geschichte der einstigen Stummfilmdiva Norma Desmond, die von ihrem großen Comeback träumt, sich hoffnungsvoll in einen jungen Drehbuchautor verliebt und so sehr den Sinn für die Realität verliert, dass sie am Ende zur Mörderin wird …

Aus Wilders gnadenloser Abrechnung mit dem erbarmungslosen „System Hollywood“ machte Anfang der 1990er-Jahre Andrew Lloyd Webber ein weiteres Erfolgsmusical: Er übertrug vieles von Wilders Filmatmosphäre, assoziierte alte Soundtracks der Stummfilmzeit ebenso wie Partymusik der 1920er-Jahre, schilderte aufgeregtes Treiben am Filmset, aber auch die tiefe Melancholie verlorener Illusionen – und schuf mit Norma Desmond eine Paraderolle.

Musikalische Leitung
Andreas Kowalewitz
Regie
Tobias Ribitzki
Bühne & Kostüme
Stefan Rieckhoff
Chor
Ulrich Wagner
Dramaturgie
Stephanie Twiehaus

Norma Desmond Vasiliki Roussi · Joe Gillis Filippo Strocchi · Betty Schaefer Irina Simmes / Sara De Franco · Badischer Staatsopernchor, Badische Staatskapelle

Premiere Sonntag, 4. Oktober 2026 · Bühne Großes Haus · Ab 12 Jahren
Weitere Daten 9.10., 25.10., 8.11., 22.11., 3.12., 16.12., 31.12.2026, 23.1., 17.4., 6.5., 21.5., 26.5., 15.6., 26.6., 4.7.2027

Oper
„Jede Stadt ist ein Seelenzustand.“ Georges Rodenbach

Die tote Stadt

Die tote Stadt

Oper von Erich Wolfgang Korngold · Libretto von Julius Korngold alias Paul Schott · Nach dem Roman Bruges la morte von Georges Rodenbach · In deutscher Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln

Mit dem Roman Das tote Brügge veröffentlichte der belgische Symbolist Georges Rodenbach 1892 einen Bestseller des Fin de Siècle: Parallelen ziehend zur einst florierenden und nun in Agonie verfallenen flämischen Handelsstadt, erzählt er die Geschichte des jungen Witwers Paul, der sich emotional so sehr an die glückliche Vergangenheit und seine verstorbene Frau klammert, dass er sogar an ihre Wiederkehr in Gestalt einer Anderen glaubt. Er lässt sich auf eine Affäre ein, die zu einem surreal-traumatischen Erlebnis wird – und ihn dadurch von seiner seelischen Obsession befreit.

Viele, darunter Arthur Schnitzler und Alfred Hitchcock, ließen sich von dem Stoff inspirieren, dessen Opernbearbeitung den 23-jährigen Wiener Erich Wolfgang Korngold 1920 über Nacht zum Star machte; als „stärkste Hoffnung der neuen deutschen Musik“ sah ihn Puccini. In der Handlung ist die Nähe zu Sigmund Freuds Gedankengut unverkennbar: „Die Toten schicken solche Träume, wenn wir zu viel mit und in ihnen leben“, erkennt der Protagonist, für den dieser (Alb-)Traum mit einem – so auch der ursprüngliche Titel der Oper – „Triumph des Lebens“ glücklich endet.

Musikalische Leitung
Johannes Willig
Regie
Christoph von Bernuth
Bühne & Kostüme
Oliver Helf
Chor
Ulrich Wagner
Dramaturgie
Stephanie Twiehaus

Paul Vincent Wolfsteiner · Marietta/Marie Agneta Eichenholz · Frank Kihun Yoon · Brigitta Ann-Beth Solvang · Juliette Sara De Franco · Lucienne Marie-Sophie Janke / Melanie Lang · Victorin Beomjin Angelo Kim · Fritz Ks. Tomohiro Takada / Leonardo Lee · Badischer Staatsopernchor, Cantus Juvenum, Badische Staatskapelle

Premiere Sonntag, 6. Dezember 2026 · Bühne Großes Haus · Ab 12 Jahren
Weitere Daten 10.12., 29.12.2026, 24.1., 5.2., 17.2., 20.3., 26.3., 8.4.2027

Oper
„Die Leute mögen sagen, ich könnte nicht singen; aber niemand kann sagen, ich sang nicht.“ Florence Foster Jenkins

Souvenir

Souvenir

Eine Florence-Foster-Jenkins-Komödie mit Musik von Stephen Temperley · Deutsch von Lida Winiewicz · Karlsruher Erstaufführung

Florence Foster Jenkins ging als „Königin der Dissonanzen“ und als „schlechteste Sängerin aller Zeiten“ in die Geschichte ein. Die vermögende Dame der New Yorker High Society war fest davon überzeugt, eine Starsopranistin zu sein. Voller Inbrunst gab sie vor ausverkauften Konzertsälen die Klassiker der Opernliteratur zum Besten – und traf dabei kaum einen Ton. Doch ihre skurrile Exzentrik und ihr unerschütterlicher Glaube an sich selbst begeisterten das Publikum: Bereits zu ihren Lebzeiten erlangte sie einen ungewöhnlichen Kultstatus.

Stephen Temperley löste 2005 mit seinem Broadway-Hit Souvenir einen regelrechten Florence-Foster-Jenkins-Hype aus; es folgten zahlreiche Adaptionen für Bühne und Kino, darunter Stephen Frears Filmbiografie mit Meryl Streep in der Hauptrolle. In dem ebenso unterhaltsamen wie tiefgründigen Zweipersonenstück erinnert sich Cosmé McMoon, Jenkinsʼ treuer Begleiter am Klavier, an die wichtigsten Stationen der bemerkenswerten Karriere der opernfanatischen Millionenerbin – von den Anfängen bis zum letzten Auftritt in der Carnegie Hall kurz vor ihrem Tod … Ein Opernabend der besonderen Art mit Christina Niessen als „Diva der falschen Töne“ sowie dem Pianisten und Schauspieler Horst Maria Merz.

Musikalische Leitung
Horst Maria Merz
Regie
Ulrich Cyran
Bühne & Kostüme
Tilo Steffens
Dramaturgie
Natalie Widmer

Florence Foster Jenkins Christina Niessen · Cosmé McMoon Horst Maria Merz

Premiere Samstag, 19. Dezember 2026 · Bühne Kleines Haus · Ab 10 Jahren
Weitere Daten 30.12.2026, 30.1., 24.2., 25.3., 24.4.2027

Oper
„Nur die Lust auf Rache kann dieses Herz beruhigen.“

Faramondo

Faramondo

Dramma per musica von Georg Friedrich Händel HWV 39 · Libretto eines unbekannten Verfassers · In italienischer Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln · Eröffnungspremiere der 49. Internationalen Händel-Festspiele Karlsruhe · Karlsruher Erstaufführung

Zu den nur noch wenigen Händel-Opern, die seit Gründung der Internationalen Händel-Festspiele im Jahr 1978 noch nie in Karlsruhe gespielt wurden, gehört das 1738 in London uraufgeführte Dramma per musica Faramondo. „Händel in Höchstform!“ wurde darin erkannt – doch es war wohl vor allem dem Zusammentreffen unglücklicher Umstände zu verdanken, dass das Werk schon bald in den Hintergrund trat. Wer das zugrunde liegende gleichnamige Libretto von Apostolo Zeno für Händel bearbeitete, bleibt ein Geheimnis der Operngeschichte: Nachdem Faramondo, der König der Franken, in der Schlacht den Sohn des Kimbernkönigs Gustavo getötet hat, schwört Gustavo Rache und verspricht demjenigen die Hand seiner Tochter Rosimonda, der ihm Faramondos Kopf liefert. Um Rosimonda zu erobern, bricht der Schwabenkönig Gernando sein Bündnis mit Faramondo und zieht gegen seinen Freund in den Kampf. Dass Faramondo selbst Gefühle für Rosimonda entwickelt, macht diese Geschichte um Rache, Ehre und Macht umso brisanter. Inszeniert von Katharina Kastening, der langjährigen Co-Regisseurin von Keith Warner, musikalisch geleitet vom Händelexperten Attilio Cremonesi und mit drei Star-Countertenören.
Inszeniert von Katharina Kastening, musikalisch geleitet vom Händelexperten Attilio Cremonesi und mit drei Star-Countertenören.

Musikalische Leitung
Attilio Cremonesi
Regie
Katharina Kastening
Bühne & Kostüme
Tilo Steffens
Dramaturgie
Natalie Widmer

Faramondo Valer Sabadus · Clotilde Johanna Rosa Falkinger · Rosimonda Ann-Beth Solvang · Adolfo Maximiliano Danta · Gernando Eric Jurenas · Teobaldo Liangliang Zhao · Deutsche Händel-Solisten

Premiere Donnerstag, 18. Februar 2027 · Bühne Großes Haus · Ab 14 Jahren
Weitere Daten 20.2., 21.2., 27.2., 4.3.2027

Oper
„Ein Hörthriller [und] Selbsterfahrungsexperiment.“ Neue Zeitschrift für Musik

Tragödia – Der unsichtbare Raum

Tragödia – Der unsichtbare Raum

Ein Musiktheaterwerk mit theatralischen Räumen für Bühnenbild, 18 Instrumentalist:innen, Tonband & Live-Elektronik von Adriana Hölszky · „Zukunft Oper“ · Karlsruher Erstaufführung

Eine Tragödie antiken Ausmaßes bestimmt die Faktur dieses Musiktheaterwerks ohne Worte – und bleibt doch auf ewig ein Geheimnis zwischen der Komponistin Adriana Hölszky und dem Librettisten Thomas Körner: Vertragsgemäß wurde das Libretto nach Fertigstellung der Komposition vernichtet. So erzählt allein die Musik eine spannungsgeladene Geschichte und lässt die Fantasie des Publikums mit dem theatral eingesetzten Bühnenraum interagieren: „Man spürt permanent die Abwesenheit von Figuren, ist immer in Erwartung, dass jemand erscheint, aber diese Erwartung wird bis zum Schluss hingehalten – und schließlich nicht erfüllt“, so beschreibt Hölszky die Grundstimmung ihres dritten Musiktheaterwerks, das 1997 in der Bonner Kunst- und Ausstellungshalle uraufgeführt wurde. Die Wahl-Stuttgarterin, die zu den herausragenden Komponistinnen der Gegenwart zählt, ist bekannt für ihre atmosphärischen „Klangräume“, die sie mit teils ungewöhnlichem Instrumentarium erschafft. 2016 war sie schon einmal im ZKM mit dem Auftragswerk Exodus für 12 Schlagzeuger:innen zu Gast. In Tragödia machen nun Mitglieder der Badischen Staatskapelle und Regisseur Kevin Barz das geheimnisvolle Drama im theatralen Raum sicht- und hörbar.

Musikalische Leitung
Ulrich Wagner
Regie
Kevin Barz
Medientechnik
Frieder Gätjen
Dramaturgie
Stephanie Twiehaus

Mitglieder der Badischen Staatskapelle · Eine Kooperation mit dem ZKM | Zentrum für Kunst und Medien Karlsruhe

Premiere Samstag, 27. Februar 2027 · Bühne ZKM Karlsruhe · Ab 10 Jahren
Weitere Daten 5.3., 6.3.2027

Oper
„Warum trifft die Strafe mich, wenn doch andere schuldig sind?“

Floridante

Floridante

Dramma per musica von Georg Friedrich Händel HWV 14 · Libretto von Paolo Antonio Rolli · In italienischer Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln · Im Rahmen der 49. Internationalen Händel-Festspiele · Karlsruher Erstaufführung

Kaum können Elmira, die Ziehtochter des persischen Gouverneurs Oronte, und der Feldherr Floridante endlich heiraten, begehrt Oronte Elmira selbst zur Frau. Und auch seine leibliche Tochter Rossane sieht ihr Liebesglück schwinden, als der ihr versprochene Prinz Timante zum offiziellen Feind wird. Allen Gefahren und Widerständen zum Trotz gelingt es den vier Liebenden, am Ende ihre Freiheit und ihr Glück zu finden – und an die Macht zu kommen.

Als Händel Floridante 1721 komponierte, stand er unter dem Druck, sich in London gegen den überaus erfolgreichen Kollegen Giovanni Bononcini behaupten zu müssen. Also unternahm der seinerseits in Italien gestählte „Caro Sassone“ alles, um den Konkurrenten auf dessen ureigenstem Gebiet, der Italianità, zu schlagen, und tauchte die an Intrigen und Emotionen reiche Handlung in eine Musik voller Melodienreichtum und Schmelz. Spätestens mit dieser Inszenierung wird offenbar, dass es allerhöchste Zeit war, diese Oper – bislang ein selten aufgeführter Geheimtipp – endlich auch in Karlsruhe zu spielen: mit Regisseur Max Emanuel Cencic selbst und Starsopranist Bruno de Sá in den männlichen Hauptrollen.

Musikalische Leitung
Markellos Chryssicos
Regie
Max Emanuel Cencic
Bühne
Helmut Stürmer (†)
Bühnenfertigstellung & Kostüme
Corina Gramosteanu

Floridante Max Emanuel Cencic · Rossane Eva Zalenga · Elmira Sonja Runje · Timante Bruno de Sá · Oronte Ks. Armin Kolarczyk · Coralbo Yannis François · Deutsche Händel-Solisten · Eine Koproduktion mit dem Bayreuth Baroque Opera Festival

Premiere Sonntag, 28. Februar 2027 · Bühne Großes Haus · Ab 12 Jahren
Weitere Daten 2.3., 5.3., 7.3.2027

Oper
„Aber der Richtige, wennʼs einen gibt für mich …“

Arabella

Arabella

Lyrische Komödie von Richard Strauss · Libretto von Hugo von Hofmannsthal · In deutscher Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln

Graf Waldner hat sein Vermögen verspielt – doch der Schein muss um jeden Preis gewahrt werden! Die Rettung scheint klar: Tochter Arabella soll reich heiraten. Der „Richtige“ erscheint in Gestalt des Gutsbesitzers Mandryka. Derweil muss ihre Schwester Zdenka aus Geldnot als Mann auftreten. Als sie sich in Matteo verliebt, gerät das gewagte Konstrukt gehörig ins Wanken … Zwanzig Jahre nach dem Rosenkavalier schufen Richard Strauss und sein kongenialer Librettist Hugo von Hofmannsthal mit Arabella ein zweites „Wiener Buch“ – eine feinsinnige Gesellschaftsstudie zwischen Walzerseligkeit und Abgrund. Fünf Tage vor Hofmannsthals Tod lag das Libretto vollendet vor und die Uraufführung am 1. Juli 1933 in Dresden wurde zum bewegenden Vermächtnis dieser einzigartigen Künstlerpartnerschaft: ein Werk voll schillernder Ironie und bittersüßer Wiener Eleganz.

Georg Fritzsch erfüllt sich in seiner letzten Spielzeit am Badischen Staatstheater mit Arabella einen Herzenswunsch. Brigitte Fassbaender, mit der ihn eine langjährige Zusammenarbeit verbindet, geht mit viel musikalischem Gespür der Zeitlosigkeit des Werks auf den Grund.

Musikalische Leitung
Georg Fritzsch
Regie
Brigitte Fassbaender
Bühne & Kostüme
Dietrich von Grebmer
Chor
Ulrich Wagner
Dramaturgie
Natalie Widmer

Arabella Irina Simmes · Zdenka Anastasiya Taratorkina · Graf Waldner Friedemann Röhlig · Adelaide Ks. Barbara Dobrzanska / Melanie Lang · Mandryka Ks. Tomohiro Takada · Matteo Mirko Roschkowski · Graf Elemer Ks. Matthias Wohlbrecht · Graf Dominik Oğulcan Yılmaz · Fiakermilli Martha Eason · Badischer Staatsopernchor, Badische Staatskapelle

Premiere Sonntag, 4. April 2027 · Bühne Großes Haus · Ab 12 Jahren
Weitere Daten 9.4., 15.4., 16.5., 19.5., 19.6., 24.6., 6.7.2027

Oper
„Wenigstens ist er glücklich. Lassen wir ihn in seinem Wahn.“

Don Quichotte

Don Quichotte

Comédie héroïque von Jules Massenet · Libretto von Henri Cain nach Jacques Le Lorrains Le Chevalier de la longue figure · In französischer Sprache mit deutschen und französischen Übertiteln

Der betagte Edelmann Don Quichotte liebt die jugendlich-schöne Dulcinée: Für sie wagt er alles. Und so zieht der „Ritter von der traurigen Gestalt“ mit seinem treuen Gefährten Sancho Pansa aus, um Dulcinées geraubtes Collier zurückzuerobern. Auf seiner abenteuerlichen Reise zwischen Traum und Wirklichkeit stellt sich der Idealist wilden Banditen und riesenhaften Windmühlen – getragen von Liebe und unerschütterlicher Freundschaft.

Nach den großen Erfolgen mit Manon, Werther und Cendrillon wandte sich Jules Massenet erneut einem Klassiker der Weltliteratur zu: Miguel de Cervantes’ ebenso parodistischem wie tiefsinnigem Ritterroman Don Quijote, der seit seiner Erstveröffentlichung 1605 über Jahrhunderte Kunst, Musik und Literatur inspirierte. Massenet imaginierte die Irrfahrt seines (Anti-)Helden an seinem Lebensabend und schuf eine packende Geschichte um Liebe, Illusionen und (nicht) erfüllte Träume. Die Uraufführung dieser von Humor und Lebensweisheit durchzogenen „heroischen Komödie“ am 24. Februar 1910 an der Opéra de Monte Carlo wurde zu seinem letzten künstlerischen Triumph.

Musikalische Leitung
Jac van Steen
Regie
Matthias Piro
Bühne & Kostüme
Lisa Moro
Video
Janic Bebi
Chor
Ulrich Wagner
Dramaturgie
Natalie Widmer

Don Quichotte Ks. Konstantin Gorny · Sancho Pansa Kihun Yoon · Dulcinée Katia Ledoux · Pedro Ralitsa Ralinova · Garcias Ann-Beth Solvang · Rodriguez Beomjin Angelo Kim · Badischer Staatsopernchor, Badische Staatskapelle

Premiere Samstag, 15. Mai 2027 · Bühne Großes Haus · Ab 10 Jahren
Weitere Daten 23.5., 25.5., 4.6., 12.6., 8.7., 22.7.2027

Oper
„Ich bestehe auf die drei Farben.“ Giacomo Puccini

Il Trittico

Il Trittico

Il Tabarro – Suor Angelica – Gianni Schicchi · Einakter-Triptychon von Giacomo Puccini · Libretti von Giuseppe Adami und Giovacchino Forzano · In italienischer Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln

Über viele Jahre reifte in Puccini der Wunsch, ein Triptychon aus drei Einaktern zu komponieren, das er 1912 endlich in Angriff nahm: In den „Farben“ tragisch, gefühlvoll und komisch schuf er ein „Kleines Welttheater“, dessen drei Facetten – auch musikalisch – unterschiedlicher kaum sein konnten: Das vom französischen Schauertheater inspirierte Verismo-Drama Il Tabarro (Der Mantel) um Verlust, Liebe und Eifersucht ist im Arbeitermilieu der Seine-Schifffahrt angesiedelt. Die mystische Tragödie Suor Angelica (Schwester Angelica) schildert das Schicksal einer höheren Tochter, die von der Familie ins Kloster verbannt und dadurch ihres unehelichen Sohnes beraubt wurde. In der schwarzhumorigen Komödie Gianni Schicchi erwächst aus Habgier und Gewitztheit ein doppelter Erbschaftsbetrug, zugleich aber auch – aus Liebe – mit „O mio babbino caro“ ein Opernhit. Für Regisseur und Ausstatter Hinrich Horstkotte, dessen theatrale Erzählfreude jüngst schon im Karlsruher Rinaldo begeisterte, sind diese drei um Leben und Tod kreisenden Welten einander allerdings gar nicht so fern …

Musikalische Leitung
Johannes Willig
Regie, Bühne & Kostüme
Hinrich Horstkotte
Chor
Marius Zachmann
Dramaturgie
Stephanie Twiehaus

Il Tabarro: Giorgetta Ks. Barbara Dobrzanska · Michele Leonardo Lee · Luigi Kyungho Kim
Suor Angelica: Suor Angelica Ks. Ina Schlingensiepen · La Zia Principessa Melanie Lang
Gianni Schicchi: Gianni Schicchi Ks. Armin Kolarczyk / Ks. Tomohiro Takada · Lauretta Anastasiya Taratorkina · Zita Christina Niessen · Rinuccio Beomjin Angelo Kim · Nella Sara De Franco · Simone Liangliang Zhao · Marco Oğulcan Yılmaz · Ciesca Marie-Sophie Janke
Badischer Staatsopernchor, Cantus Juvenum, Badische Staatskapelle

Premiere Samstag, 3. Juli 2027 · Bühne Großes Haus · Ab 12 Jahren
Weitere Daten 9.7., 18.7., 21.7., 23.7.2027

Wiederaufnahmen

Schauspiel

Premieren

Schauspiel
„Der Mensch lebt noch überall in der Vorgeschichte.“

Das Prinzip Hoffnung

Das Prinzip Hoffnung

Musiktheater nach Ernst Bloch · In einer Fassung von Bastian Boß, Stephan Kimmig & PC Nackt · Komposition: PC Nackt · Uraufführung

„Wer sind wir? Wo kommen wir her? Wohin gehen wir?“ Mit diesen Fragen beginnt der Philosoph Ernst Bloch sein Hauptwerk. Das über 1.600 Seiten starke Prinzip Hoffnung entstand zwischen 1938 und 1947 im US-amerikanischen Exil, nachdem Bloch Nazideutschland verlassen musste. Seit seiner Veröffentlichung in den 1950er-Jahren ist das „Prinzip Hoffnung“ zwar zu einem geflügelten Wort geworden, wird aber meistens falsch verwendet. Bloch geht es keineswegs um einen abwartenden Optimismus, sondern um eine reflektierte Hoffnung, die trotz des Wissens um die alltäglichen Unzulänglichkeiten nicht aufgibt und der vorherrschenden Angst eine konkrete Utopie entgegensetzt. Dafür müssen wir staunen, spielen und träumen lernen und vor allem „ins Gelingen verliebt“ sein. Bloch zufolge kann die Zukunft eine bessere werden, wenn der Mensch zu einer echten Identität mit sich und seiner Umwelt findet: So entsteht etwas, „das allen in die Kindheit scheint und worin noch niemand war: Heimat“.

Der Regisseur Stephan Kimmig und der Komponist PC Nackt verwandeln Ernst Blochs poetische Philosophie in ein Stück Musiktheater. Diese Lieblingsdisziplin Blochs schafft einen Raum, in dem das Prinzip Hoffnung praktisch erprobt werden kann.

Regie
Stephan Kimmig
Bühne
Oliver Helf
Kostüme
Sigi Colpe
Live-Musik
PC Nackt

Premiere Samstag, 3. Oktober 2026 · Bühne Kleines Haus · Ab 15 Jahren
Weitere Daten 8.10., 14.10., 23.10., 11.11., 13.11., 5.12.2026, 3.1., 10.1., 6.2., 17.3., 7.4., 14.4.2027

Schauspiel
„Mein Tod wird euch die Welt nicht besser machen.“

Macbeth

Macbeth

von Heiner Müller nach Shakespeare

König von Schottland will er, muss er werden. Koste es, was es wolle. Dafür geht Macbeth über Leichen. Stets an seiner Seite, fordernd, pushend und ihn unterstützend auf dem Weg nach oben: Macbeths Ehefrau, die Lady. Es ist ein wahrhaft unheimliches Liebespaar, das in Shakespeares dunkler Tragödie mit mörderischen Kräften nach der Krone greift, um dann von ebendiesen Kräften selbst wieder eingeholt zu werden. Doch während bei Shakespeare den Protagonisten noch das Gewissen quält und wir tief in sein Inneres und seine Imaginationen blicken können, entdeckt Heiner Müllers Bearbeitung aus dem Jahr 1972 in der Geschichte eine unbarmherzige Mechanik. Mord folgt auf Mord, Gewalt auf Gewalt. Und nichts als Not und Tod erwartet diejenigen, die für die Oberen Kanonenfutter sind. Das dystopische Bild einer Welt, die sich allein um Kampf und Macht und Überleben dreht, ohne Hoffnung oder Utopie.

Regie
Simone Blattner
Bühne
Martin Miotk
Musik
Christopher Brandt

Premiere Freitag, 6. November 2026 · Bühne Kleines Haus · Ab 15 Jahren
Weitere Daten 10.11., 20.11., 26.11., 6.12., 20.12.2026, 2.1., 9.1., 28.1., 21.2., 7.3., 26.3., 4.4., 29.4., 28.5.2027

Schauspiel
„Versteht mich nicht falsch, ich liebe eine gute Portion Drama, wer nicht, aber ab und zu ein ruhiger Abend mit einer Flasche Pinot Noir wäre auch nicht übel.“

The boys are kissing

The boys are kissing

von Zak Zarafshan · Deutsch von Lydia Dimitrow

Ein Kuss ist passiert. Oder nicht? Egal. Nun treffen sie sich, die Eltern der beiden neunjährigen Jungs, die sich vielleicht, bestimmt, möglicherweise auf dem Schulhof geküsst haben, und ringen um die angemessene Reaktion. Queerfeindlich will niemand von ihnen sein, weder Sarah und Matt auf der einen Seite noch Amira und Chloe auf der anderen. Doch gibt es hierbei überhaupt so eindeutige zwei Seiten? Was als Versuch der Beschwichtigung beginnt, schaukelt sich schnell hoch und gipfelt in Erziehungs-, Beziehungs-, Grundsatzdebatten. Sorgen drohen zu Panik zu werden, Unsicherheiten führen zu Überreaktionen – bis zwei himmlische Wesen in Gestalt von queeren Engeln sich in das Geschehen einmischen. Erst sanft, dann immer direkter weisen sie den überforderten Eltern den Weg, immer mit einer gesunden Portion lakonischem Humor und der unbedingten Mission, den Queers dieser Welt ein gutes Leben auf Erden zu ermöglichen.

Zak Zarafshan entwirft in seiner temporeichen Komödie eine magisch-realistische Welt, die uns den Glauben an die Zukunft nicht verlieren lässt – und den absurden Reflexen in scheinbar überfordernden Zeiten eine erleichternde Klarheit entgegensetzt.

Regie
Brit Bartkowiak
Bühne
Hella Prokoph
Musik
Jeremy Heiß

Premiere Freitag, 15. Januar 2027 · Bühne Kleines Haus · Ab 14 Jahren
Weitere Daten 22.1., 5.2., 27.2., 12.3., 27.3., 2.4., 25.4., 6.5., 13.5., 22.5., 12.6., 20.6., 4.7.2027

Schauspiel
„Das Leben geht vorüber und kehrt nie zurück.“

Drei Schwestern

Drei Schwestern

von Anton Tschechow

Nach dem Tod ihres Vaters und elf Jahren in der Provinz wollen die drei Schwestern endlich zurück nach Hause. Irina sehnt sich nach der großen Liebe und einem erfüllten Leben in der Großstadt. Mascha dagegen hat zu früh geheiratet und ist nun reichlich desillusioniert. Olga, die Älteste, ist mit ihrer Arbeit als Lehrerin nicht glücklich. Ihr Bruder Andrej träumt davon, Professor zu werden, und beklagt sich über die intellektuelle Begrenztheit der Provinzbewohner:innen. Der Spielsucht verfallen, setzt er den Wohlstand der Schwestern aufs Spiel.

Während draußen ein Brand wütet, kreist im Haus der Geschwister weiter alles um persönliche Befindlichkeiten. Man sehnt und klagt mit großer Geste aneinander vorbei. Als schließlich die Brigade aus dem Städtchen abgezogen werden soll, droht das Leben dort völlig zum Erliegen zu kommen. Doch die letzten Funken, die die drei Schwestern ausgelöst haben, haben eine verheerende Wirkung.

Regie
Jana Vetten
Bühne
Camilla Hägebarth
Kostüme
Eugenia Leis
Musik
Cornelius Borgolte

Premiere Samstag, 13. Februar 2027 · Bühne Kleines Haus · Ab 15 Jahren
Weitere Daten 19.2., 28.2., 5.3., 13.3., 18.4., 30.4., 9.5., 29.5., 13.6., 1.7., 9.7.2027

Schauspiel
„Wahrscheinlich kann man vom Nichtwollen seelisch nicht leben; eine Sache nicht tun wollen, das ist auf die Dauer kein Lebensinhalt.“

Verehrtes Publikum

Verehrtes Publikum

Eine Zaubershow von Redjep Hajder · Inspiriert von Thomas Manns Novelle Mario und der Zauberer · Uraufführung

Maria und Cipolla können zaubern. Dafür haben sie hart gearbeitet. Sie haben sich in die Geheimnisse großer Kunststücke einführen lassen und eigene Tricks entwickelt. Mit diesem besonderen Handwerk wollen sie beweisen, wer sie sind. Die Massen wollen sie begeistern und es bis ganz nach oben schaffen. Im Wettstreit des Make-Believe, auf den sich das „verehrte Publikum“ nur allzu gerne einlässt, zeigt sich bald, dass um dessen Gunst mit sehr unterschiedlichen Mitteln gebuhlt wird. Ob dieses Austesten der Grenzen visionär oder gefährlich ist und wer am Ende an der Spitze steht – alles hängt davon ab, ob sich die Zuschauer:innen verführen lassen.

Inspiriert von Thomas Manns Novelle Mario und der Zauberer, hat der Regisseur Redjep Hajder ein Stück über den Wettstreit zweier Magier:innen geschrieben, für den das Ensemble eigens Zaubern lernt. Wo ließe es sich besser über die Macht von Illusionen und über unser Geltungsbedürfnis nachdenken als bei einer Zaubershow?

Regie
Redjep Hajder
Bühne & Kostüme
Paula Schlagbauer

Premiere Frühjahr 2027 · Bühne Neues Entrée · Ab 14 Jahren

Schauspiel
„Warum immer die Apparatemedizin anwenden? Eine gute Diagnose besteht aus: 80 % Anamnese, 10 % körperliche Untersuchung und der Rest: Intuition …“

Deutsches Krankes Haus

Deutsches Krankes Haus

Ein medizinischer Abend von Tuğsal Moğul

Das deutsche Gesundheitswesen ist seit Jahren in der Krise. Es fehlt an Ärzt:innen, der Ökonomisierungsdruck ist hoch, die Arbeitszeiten unzumutbar. Der Regisseur und Autor Tuğsal Moğul, der selbst als Arzt arbeitet, blickt mit seinem recherchebasierten Stück ins Innere des Systems. Und sieht eine Verwaltung, die einzig auf die Zahlen schaut, oftmals fragwürdige Operationen, die sich gut abrechnen lassen, und disziplinarische Maßnahmen für menschliche Gesten. Ausländische Kolleg:innen, dringend benötigt, verzweifeln an der Bürokratie, es herrschen ein internationaler Wettbewerb um Fachkräfte, die dann andernorts fehlen, eine große Portion Rassismus, viel Überforderung und ein gerüttelt Maß an Desillusionierung. Das Bild eines Krankenhauskosmos kurz vor dem Kollaps – pointiert, beängstigend und komisch.

Regie
Tuğsal Moğul
Bühne & Kostüme
David Hohmann
Musik & Video
Jonas Vietzke

Premiere Samstag, 20. März 2027 · Bühne Kleines Haus · Ab 14 Jahren
Weitere Daten 28.3., 15.4., 22.4., 14.5., 21.5., 2.6., 25.6., 2.7., 20.7.2027

Schauspiel
„Wir suchen keinen Kosmos, wir wollen nur die Erde erweitern.“

Solaris

Solaris

nach dem Roman von Stanisław Lem

Ein geheimnisvoller, intelligent anmutender Ozean bedeckt den Planeten Solaris. Seit Generationen versuchen die Menschen, sein Rätsel zu lüften. Als der Psychologe Kris Kelvin auf der Raumstation eintrifft, die Solaris umkreist, erfährt er, dass sich tags zuvor der Leiter der Station umgebracht hat. Die beiden verbliebenen Wissenschaftler sind seltsam verstört. Ihnen erscheinen merkwürdige Existenzen, Doppelgänger von Personen aus ihrem früheren Leben auf der Erde. Dann bekommt auch Kelvin Besuch: von Harey, seiner einstigen Frau, die sich umbrachte, nachdem er sie verlassen hatte. Bald ahnt Kelvin, dass der Ozean mit alldem in Verbindung steht.

Stanisław Lems Solaris (1961), ein Klassiker der Science-Fiction-Literatur, dreht sich um Fragen von Schuld und Identität, um die Relation von Vergangenheit und Gegenwart und um die Herausforderung, ob und wie dem ganz Anderen angemessen begegnet werden kann.

Regie
Antonina Brühl

Premiere Samstag, 3. April 2027 · Bühne Insel · Ab 14 Jahren

Schauspiel
„Und dann wurden sie auf dem Weg zur Botschaft überfallen.“ – „Entführt.“ – „Sag ich ja.“

Im Bruch mit der Welt

Im Bruch mit der Welt

von Matthias Naumann (Futur II Konjunktiv) · Uraufführung

Karlsruhe – ein Terror-Hotspot? Was gerade nicht ist, kann schon mal gewesen sein. Zum Beispiel im April 1977, als Generalbundesanwalt Siegfried Buback in Karlsruhe von der RAF ermordet wurde. Viele Angehörige der RAF wuchsen in Baden auf, gingen hier zur Schule, wurden in ihren politischen Überzeugungen hier geformt. Während der Linksterrorismus dieser Zeit im kollektiven Gedächtnis präsent ist, scheint der in den 1970er- und 1980er-Jahren ebenfalls sehr aktive Rechtsterrorismus zumeist vergessen – auch damals beherrschte er weniger die öffentliche Wahrnehmung. Wieso? Auch er hat viele Wurzeln im Südwesten, etwa mit der Hepp-Kexel-Gruppe oder den Deutschen Aktionsgruppen. Dies verknüpfte sich mit Geheimdienstverbindungen und internationalen Beziehungen, vor allem zu radikalen palästinensischen Gruppen. Baden – ein Hotspot politischer Radikalität? Was hat diese damals jungen Leute, eine Generation nach dem Nationalsozialismus, zu ihren politisch extremen bis terroristischen Handlungen geführt? Was davon wirkt bis heute fort?

Regie
Johannes Wenzel (Futur II Konjunktiv)

In Kooperation mit dem Generallandesarchiv und der Dokumentationsstelle Rechtsextremismus Karlsruhe u.a.

Premiere Donnerstag, 29. April 2027 · Bühne Mobil · Ab 15 Jahren

Schauspiel
„Du hast dich nicht an die Spielregeln gehalten.“

Wer hat Angst vor Virginia Woolf …?

Wer hat Angst vor Virginia Woolf …?

Edward Albee (Whoʼs Afraid of Virginia Woolf?) · Deutsch von Pinkas Braun

Seit mehr als zwanzig Jahren sind der Geschichtsdozent George und die Rektorentochter Martha verheiratet. Ihre Träume haben sie längst ausgeträumt, ihre Hoffnungen verloren. Lust an der Erniedrigung des anderen prägt die Beziehung, wie ein Spiel, das beide quält und von dem sie doch nicht lassen können. Eines Abends, im Anschluss an eine universitäre Party, George ist schon müde, zeigt sich, dass Martha noch ein junges Paar nach Hause eingeladen hat. Als Nick und Honey dann erscheinen, eskaliert die Situation. Der Alkohol fließt, Beleidigung folgt auf Beleidigung, Demütigung auf Demütigung. Ununterscheidbar werden Wahrheit und Vorstellung, und auch die letzten Lebenslügen platzen. Bis am nächsten Morgen wieder die Sonne aufgeht.

Edward Albees 1962 uraufgeführte Tragikomödie, ein Klassiker der Theaterliteratur und ein Fest für Schauspieler:innen, ist ein präzises, unbarmherzig-komisches Beziehungsdrama. Und stellt darüber hinaus die größere Frage, ob und wie es möglich ist, ohne Illusionen zu leben.

Regie
Mira Stadler

Premiere Samstag, 5. Juni 2027 · Bühne Kleines Haus · Ab 15 Jahren
Weitere Daten 10.6., 19.6., 10.7., 16.7., 18.7., 23.7.2027

Wiederaufnahmen

Ballett

Premieren

Ballett
„Bäumchen, rüttel dich und schüttel dich, wirf Gold und Silber über mich.“

Cinderella

Cinderella

Ballett von Kristina Paulin · Musik von Sergej Prokofjew · Uraufführung · Produktion im Rahmen von Tanz Karlsruhe 2026

Der Mythologe Martin Shaw sagte einmal, Märchen seien wie alte Familienrezepte: Sie wandern von Hand zu Hand, unverändert, bis jemand hier und da eine Prise anderer Gewürze hinzufügt und plötzlich alles eine unerwartete Frische gewinnt. Genau mit dieser „Prise“ arbeitet die Hauschoreografin Kristina Paulin in ihrer ersten abendfüllenden Kreation für das Badische Staatsballett. Ohne das originale Märchen – u.a. in den Fassungen von Charles Perrault und den Brüdern Grimm – aus dem Blick zu verlieren, erzählt sie es aus einer empathischen, neu belebten Perspektive: Cinderella und der Prinz erkennen sich als Heimatlose. Das Mädchen lebt im eigenen Zuhause wie an einem fremden Ort, ist harter Arbeit und den Misshandlungen von Stiefmutter und Stiefschwestern ausgeliefert. Der Junge ist im Palast Regeln und Erwartungen unterworfen, die ihn immer weiter von sich selbst wegdrängen. Keine:r der beiden fühlt sich dort daheim – und genau das macht ihre Begegnung nicht nur magisch, sondern vor allem: befreiend.

Ein opulent ausgestattetes Märchenballett für die ganze Familie mit Bühnenbild von Sebastian Hannak und Kostümen von Bregje van Balen, live begleitet von der Badischen Staatskapelle. Die Uraufführung Cinderella eröffnet nicht nur einen Raum zwischen Alltag und Außergewöhnlichem, sondern endet auch mit einer besonderen Hoffnung: Manchmal genügt eine Begegnung – und ein kleiner Schubs des Schicksals –, damit die Welt wieder Sinn ergibt.

Choreografie & Inszenierung
Kristina Paulin
Musikalische Leitung
Daniel Carlberg
Szenarium
Marcos Mariz & Kristina Paulin
Bühne
Sebastian Hannak
Kostüme
Bregje van Balen
Dramaturgie
Marcos Mariz

Badische Staatskapelle

Premiere Samstag, 31. Oktober 2026 · Bühne Großes Haus · Ab 8 Jahren
Weitere Daten 6.11., 29.11., 19.12.2026, 8.1., 5.6., 10.6., 20.7.2027

Ballett
„Come on, baby, light my fire – Try to set the night on fire.“ The Doors

Black Lights

Black Lights

Ballettabend mit Choreografien von Raimondo Rebeck, Jonathan dos Santos und Alexander Ekman

Neben abendfüllenden Handlungsballetten setzen auch mehrteilige Abende des Staatsballett auf ein erzählerisches Balletttheater, nur ungleich kompakter und mit Fokus auf die Vielseitigkeit von Bewegungssprachen und Ausdrucksformen. Ballettdirektor Raimondo Rebeck verwandelt in seiner Kreation Wings of Silk Klaviermusik des Großmeisters der Minimal Music Philip Glass, live auf der Bühne gespielt von Pianistin Angela Yoffe, in eine Kontemplation im Raum über emotionalen Tiefgang und die Bedeutung purer Schönheit. Jonathan dos Santos, Ballettdirektor am Mecklenburgischen Staatstheater, widmet seine Uraufführung WILD 27 den jungen, wilden und hochbegabten Musiker:innen des Club 27. Mehr noch als ihr kurzes tragisches Leben rückt der Choreograf ihre Bedeutung für die Entwicklung der Rock- und Popgeschichte an der Schwelle zum 21. Jahrhundert in den Mittelpunkt. Cacti des bekannten schwedischen Choreografen Alexander Ekman, 2010 am Nederlands Dans Theater Den Haag uraufgeführt, ist eine humorvolle und feinsinnige Persiflage auf das Selbstverständnis von Kunst und Kunstkritik, live begleitet von einem Streichquartett als ebenbürtigem Akteur auf der Bühne. Seit über 20 Jahren begeistert Cacti ein Publikum weltweit und ist nun erstmals in Karlsruhe zu erleben.

Wings of Silk (UA)
Choreografie, Inszenierung & Kostüme Raimondo Rebeck · Musik Philip Glass · Bühne Tilo Steffens · Dramaturgie Silke Meier-Brösicke · Klavier Angela Yoffe
WILD 27 (UA)
Choreografie, Inszenierung & Kostüme Jonathan dos Santos · Musik Club 27 · Sounddesign David Nigro · Bühne Tilo Steffens · Dramaturgie Silke Meier-Brösicke
Cacti (KEA)
Choreografie, Inszenierung, Bühne & Kostüme Alexander Ekman · Musik Haydn, Beethoven, Schubert · Text Spenser Theberge · Licht Tom Visser

Premiere Samstag, 24. April 2027 · Bühne Großes Haus · Ab 12 Jahren
Weitere Daten 29.4., 7.5., 14.5., 20.5., 27.5., 30.5., 3.6., 6.6., 27.6., 2.7.2027

Ballett
„Eine kreative Idee ist nur eine Idee, solange daraus keine Taten folgen.“ Glen Hoffherr

Made in KA – Junge Choreografien aus Karlsruhe

Made in KA – Junge Choreografien aus Karlsruhe

Ballettabend mit Choreografien von und mit dem Staatsballett · Uraufführungen

Im Laufe ihrer Karrieren erreichen viele Tänzer:innen einen Punkt, an dem sie sich nicht mehr ausschließlich darauf konzentrieren möchten, den künstlerischen Visionen anderer Gestalt zu verleihen – Visionen, die durch ihre Körper vor dem Publikum lebendig werden. Stattdessen entsteht ein neuer Impuls: der Wunsch, selbst zum Ursprung eigener künstlerischer Ideen zu werden. Damit dies möglich ist, bedarf es jedoch einer Plattform, die Unterstützung, Raum und die nötige Infrastruktur bietet. Genau diesem Anliegen widmet sich das Staatsballett in dem bewährten Format Made in KA – Junge Choreografien aus Karlsruhe.

Wieder laden wir das Karlsruher Publikum ein, auf der Bühne des Kleinen Hauses eine lebendige und vielfältige Palette an Choreografien zu entdecken, die von den Tänzer:innen des Staatsballett Karlsruhe selbst geschaffen und interpretiert werden. Was Sie gegen Ende der Spielzeit 2026/27 erwartet, bleibt eine Überraschung. Eines jedoch ist gewiss: Made in KA wird weiterhin mit innovativen und anregenden Ansätzen überzeugen, die darauf abzielen, die Kreativität, die künstlerische Eigenständigkeit sowie das expressive und narrative Potenzial junger Choreograf:innen nachhaltig zu fördern.

Choreografie & Inszenierung
Mitglieder des Staatsballett Karlsruhe
Projektleitung & Dramaturgie
Marcos Mariz

Premiere Freitag, 18. Juni 2027 · Bühne Kleines Haus · Ab 12 Jahren
Weitere Daten 23.6., 13.7., 22.7.2027

Wiederaufnahmen

Konzert

Sinfoniekonzerte

Sonderkonzerte

Weitere Konzerte & Formate

Junges Staatstheater

Premieren

Junges Staatstheater
„Wir sind doch deutsch wie alle anderen auch.“ Soni Fuchs

familienalbum.karlsruhe

familienalbum.karlsruhe

von Lisa Sommerfeldt · Auftragswerk | Uraufführung

Soni lebt mit ihrer Schwester und ihren Eltern in einem wunderschönen Haus in der Kriegsstraße 120 in Karlsruhe. Sie hat Freund:innen und spielt gerne Fußball. Es wäre alles gut, wenn es nicht das Jahr 1934 wäre, die Nazis seit einem Jahr an der Macht wären und Jüdinnen und Juden zum Feindbild erklärt hätten. Denn Soni und ihre Familie sind jüdisch, wenn auch nicht besonders gläubig. Sonis Vater ist sogar der bekannte Architekt und Komponist Richard Fuchs, aber auch das schützt sie nicht. Schweren Herzens verlassen sie ihr Heimatland und fliehen nach Neuseeland. Doch die Ereignisse in Deutschland holen sie auch in der Ferne ein …

Lisa Sommerfeldt beweist in diesem Auftragswerk einmal mehr ihr Feingefühl für diese Epoche deutscher Geschichte. Anhand unzähliger Tagebuch- und Archiveinträge, Fotos und Gespräche mit Angehörigen katapultiert sie uns ins Karlsruhe der 1930er-Jahre und erzählt uns den fesselnden Weg der historischen Familie Fuchs.

Regie
Kevin Barz
Komposition
Paul Brody
Bühne
Kevin Barz, Frieder Gätjen
Medientechnik
Frieder Gätjen
Dramaturgie
Jannika Erdmann, Anna-Teresa Schmidt

Eine Kooperation mit dem Digitaltheater. An ausgewählten Terminen und für Schulen nach Absprache mit Audiodeskription. Gefördert durch das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg.

Premiere Donnerstag, 24. September 2026 · Bühne Insel · Ab 12 Jahren

Junges Staatstheater
„Ich wurde frei geboren, ich lebte frei und ich werde frei sterben!“

König Kristina

König Kristina

von Frida Österberg · Deutsche Erstaufführung

„Alle wollen, dass ich ein Junge bin. So sehr, dass sie fest davon überzeugt sind, bevor ich überhaupt da bin.“ Wir schreiben das Jahr 1626. Kristina von Schweden ist ein Mädchen geworden. Aber ihr Vater beschließt: Ich bin König Gustav II. Adolf von Schweden. Mein einziges Kind soll auch König werden. Erzieht sie als solchen! Nachdem ihr Vater früh stirbt, wird sie bereits mit fünf Jahren zur Thronfolgerin erklärt. Sie genießt Reitstunden, Waffentraining sowie Bildung in Sprachen, Philosophie und Mathematik. Und sie hält nichts davon, Traditionen fortzuführen: Sie liebt, wen sie will. Sie regiert, wie sie will. Kristina verbietet Hexenprozesse, beschleunigt das Ende des Dreißigjährigen Krieges, sie weigert sich zu heiraten. Und: Sie verzichtet letztlich auf den Thron. Denn nichts ist ihr so wichtig wie die Freiheit.

Kristina von Schweden ist eine der radikalsten queeren Figuren des 17. Jahrhunderts. Inspiriert von ihren Tagebüchern und ihrer Begeisterung für Kunst und Barockmusik, kehrt Schauspielerin Frida Österberg in einem fulminanten musikalisch-theatralen Soloabend die Liebe zum Leben, die Tiefen und Widersprüchlichkeiten von König Kristina an die Oberfläche.

Konzept
Frida Österberg
Musik
Johannes Hofmann
Outside Eye
Elke Petri
Dramaturgie
Jannika Erdmann

Premiere Freitag, 6. November 2026 · Bühne Insel · Ab 14 Jahren

Junges Staatstheater
„Auf gehtʼs! Du musst auch keine Angst haben! Ich passe auf dich auf!“

Der Zauberer von Oz

Der Zauberer von Oz

nach Lyman Frank Baum · In einer Fassung von Mona vom Dahl · Mit Musik von Philipp Münnich und Bastian Heidenreich

In Kansas gehören Unwetter zum Alltag. Doch eines Tages wird es besonders schlimm: Ein gewaltiger Sturm zieht auf, und Dorothy und ihr Hund Toto schaffen es nicht mehr rechtzeitig ins Haus. Der Sturm packt sie und wirbelt sie weit, weit fort – bis in das geheimnisvolle Land Oz. Wie soll Dorothy je wieder nach Hause finden? Die gute Nordhexe weiß Rat: Nur der mächtige Zauberer von Oz kann ihr helfen. Also macht sich Dorothy auf den Weg in die Smaragdstadt. Unterwegs trifft sie neue Freund:innen: eine Vogelscheuche, die sich nach Verstand sehnt, einen Blechmann, dem sein Herz fehlt, und einen Löwen, der sich endlich mutig fühlen möchte. Nach vielen Abenteuern stehen die vier schließlich vor dem großen Zauberer. Doch er stellt ihnen eine schwere Aufgabe: Sie müssen die böse Westhexe besiegen …

Seit über hundert Jahren fasziniert diese Geschichte Kinder und Erwachsene auf der ganzen Welt. Sie erzählt davon, wie stark Freundschaft macht, dass wir gemeinsam alle Gefahren überstehen und jeden Schein entlarven können – und dass wir die wichtigsten Kräfte eigentlich schon in uns tragen. Mit Mut, Magie und viel Musik lassen Stefanie Heiner und ihr Team Dorothys Reise in die wundersame Welt um den Zauberer von Oz auf der Bühne des Großen Hauses lebendig werden.

Regie
Stefanie Heiner
Bühne
Tilo Steffens
Kostüme & Choreografie
Erika Hoppe
Komposition
Philipp Münnich & Bastian Heidenreich
Dramaturgie
Jannika Erdmann

An ausgewählten Terminen mit verschiedensprachigen Übertiteln, Verdolmetschung in Deutsche Gebärdensprache, Audiodeskription und als Staatstheater entspannt.

Premiere Sonntag, 15. November 2026 · Bühne Großes Haus · Ab 6 Jahren
Weitere Daten 5.12., 13.12., 28.12.2026, 2.1., 10.1., 31.1.2027

Junges Staatstheater
„‚In einer Klasse seinʻ und ‚in einem Körper seinʻ – das ist gar nicht so ein Riesenunterschied.“

Ganzkörperparty

Ganzkörperparty

Klassenzimmerstück von Fayer Koch · Auftragswerk | Uraufführung

Kann eine Schulklasse ein Körper sein? Probieren wir es aus! Jede:r aus der Klasse spielt einen Körperteil, und schon gehts los: Der Klassenkörper muss zur Schule. Thema heute: Geschlecht. Was unterscheidet „Männer“ von „Frauen“? Als die Lehrerin versucht, alles zu erklären, meldet sich der Klassenkörper zu Wort. Denn er:sie ist trans – und will dringend mit einigen falschen Vorstellungen über Geschlecht aufräumen. „Niemand wird je mit einem falschen Körper geboren. Aber manche Leute mit den falschen Wörtern.“ Wie fühlt sich Körper an? Und was bedeutet Veränderung? Ganzkörperparty untersucht die Wirkung von Sprache, erfindet und erprobt neue Rollen und spürt der Frage nach, wer wir eigentlich sind.

Fayer Koch entwirft eine fürsorglich gestaltete Spielanleitung, in der sich alle einmal lösen können – von äußerlichen Blicken auf uns selbst, von erfundenen Geschlechtervorstellungen und von der Idee, etwas nicht zu dürfen. Denn dafür haben wir wirklich keine Zeit mehr.

Regie
Marty Damour
Dramaturgie
Jannika Erdmann

Entstanden im Rahmen von Young Europe, einer Initiative der European Theatre Convention.

Premiere Mittwoch, 16. Dezember 2026 · Bühne Mobil · Ab 10 Jahren

Junges Staatstheater
„Wahnsinnig? Nein! Die Krankheit hatte meine Sinne geschärft – nicht zerstört, nicht abgestumpft.“

Das verräterische Herz

Das verräterische Herz

von Edgar Allan Poe · In einer Fassung von Roswita Schwarz

Ein Blick in die Abgründe der menschlichen Seele und ein Mann, der verzweifelt versucht, zu beweisen, bei klarem Verstand zu sein: Nacht für Nacht beobachtet ein namenloser Erzähler sein Opfer, getrieben von einer unerklärlichen Furcht vor dessen Augen. Bis sich die Augen eines Nachts öffnen und ihm ein Handeln unausweichlich erscheint. Der Mord ist geschehen, doch sucht ihn kurze Zeit später die Tat wieder heim: Ein Pochen unter den Dielen. Ein Herzschlag, der immer lauter wird …

Das verräterische Herz ist eine der unheimlichsten und eindringlichsten Geschichten der Weltliteratur. Als Monolog auf die Bühne gebracht, führt uns Poes berühmte Kurzgeschichte an die Abgründe der menschlichen Psyche. Zwischen Schuld, Wahnsinn und Psychothriller entfaltet sich ein intensives Spiel im True-Crime-Format um die unheimliche Macht des eigenen Gewissens. Die Grenze zwischen Realität und Wahn scheint zu verschmelzen und das Publikum wird mitgenommen auf eine spannende Reise in die geistigen Untiefen des Erzählers.

Regie
Julia Schwarz
Dramaturgie
Jannika Erdmann

Premiere Frühjahr 2027 · Bühne Insel Freiraum · Ab 12 Jahren

Junges Staatstheater
„Manchmal kitzelt uns die Wut, manchmal steht sie uns im Weg … Und dann ist egal ob groß, ob klein, die Wut darf sein!“

Wutmonster

Wutmonster

Stückentwicklung · Uraufführung

Manchmal kommt ein Wutmonster raus und wütet so richtig herum. Es kann riesengroß werden oder sich ganz klein machen, laut brüllen oder leise zischen und blitzschnell verschwinden. Denn: Jedes Wutmonster hat seine eigenen Superkräfte! Aber was sind Wutmonster eigentlich? Wo wohnen sie? Was mögen sie gern – und was gar nicht? Haben sie Freund:innen oder Geschwister? Dürfen sie immer mitspielen? Und was erzählen sie uns, wenn wir ihnen zuhören? Wir machen uns auf den Weg, die Wutmonster kennenzulernen. Denn da ist dieses Gefühl im Bauch – es wird größer und größer … und will Abenteuer erleben!

Nach dragfruit und Bu sözler bizim – Die Worte gehören uns erforscht das Regieteam um Asena Yeşim Lappas mit Wutmonster eine bunte und aufregende Welt: die Welt der Gefühle. Dort wimmelt es nur so von fleißigen Monstern, die alle ihre ganz eigenen, wichtigen Aufgaben erledigen – und dafür braucht es manchmal ganz schön viel Mut.

Regie
Asena Yeşim Lappas
Bühne & Kostüme
Sarah Elena Kratzl
Dramaturgie
Jannika Erdmann

An ausgewählten Terminen als Staatstheater entspannt.

Premiere Freitag, 12. Februar 2027 · Bühne Insel · Ab 4 Jahren

Junges Staatstheater
„Das Meer ist außerhalb der Macht der Tyrannen.“

20.000 Meilen unter dem Meer

20.000 Meilen unter dem Meer

nach Jules Verne · In einer Fassung von Martin Kindervater

In letzter Zeit häufen sich die Unglücke auf hoher See. Was steckt dahinter? Prof. Aronnax vermutet, dass ein gigantischer Narwal die Schiffe zum Kentern gebracht hat. Aronnax schließt sich einer Forschungsgruppe an, die sich auf die Suche nach dem Tier macht. Doch dieses entpuppt sich als menschengemachtes Ungetüm: Es handelt sich um die Nautilus, ein hochmodernes U-Boot, das unter der Führung von Captain Nemo durch die Weltmeere streift. Aronnax und den Gefährt:innen bleibt keine Wahl – jetzt, da sie Nemos großes Geheimnis entdeckt haben, sind sie für immer bei dieser rätselhaften Crew gefangen. Die Fahrt birgt zahlreiche Abenteuer: Sie kämpfen gegen Riesenkraken, durchqueren leuchtende Unterwasserwälder, erreichen die versunkene Stadt Atlantis und geraten in eine Eisenge …

Regisseur Martin Kindervater adaptiert den weltberühmten Klassiker als actionreiche Tiefseeexpedition für die Insel-Bühne. Jules Verne war damals bereits den wissenschaftlichen Erkenntnissen seiner Zeit weit voraus – und auch heute bildet das Meer für uns ein atemberaubendes Naturschauspiel voll schillernder Kreaturen und unbekannter Gesetze, das zu brodelnder Fantasie und zukünftigen Erfindungen anregt.

Regie
Martin Kindervater
Bühne & Kostüme
Anne Manss
Dramaturgie
Jannika Erdmann

Premiere Samstag, 24. April 2027 · Bühne Insel · Ab 10 Jahren

Junges Staatstheater
„Was sie aus mir machen, soll mir egal sein. Denn ich gehöre mir nicht.“

Mann ist Mann

Mann ist Mann

Eine Versuchsanordnung über Kontrolle und Menschsein nach Bertolt Brecht · In einer Fassung von Nele Tippelmann, Jannika Erdmann und Amy Zayed

Vier Körper, vier Avatare, ein Algorithmus: Bertolt Brechts Mann ist Mann wird ins 21. Jahrhundert verlegt. Was passiert, wenn ein Mensch sich immer weiter optimiert – bis nur noch Funktion bleibt? Die Spieler:innen starten als Testpersonen einer App, die verspricht, alles Schwache in Stärke zu verwandeln. Doch zwischen Drill, Leistungsdruck und Selbstdarstellung verschwimmen die Grenzen: Wann wird aus Motivation Zwang, aus Selbstverbesserung ein Krieg gegen den eigenen Körper? Das Stück fragt, wie wir heute mit Rollenbildern, Männlichkeit und Körperidealen umgehen – und was davon eigentlich wir selbst sind.

Die Inszenierung bleibt Brecht treu, indem sie seine Lehrstücke als Erfahrungsräume begreift. Zuschauen, Mitdenken, Mit- und Widersprechen: DJ-Set und Kamera schaffen einen dynamischen Spielraum, eine Art Bootcamp, in dem Publikum und Performer:innen gemeinsam ausprobieren, was Menschsein 2027 bedeuten kann. Die künstlerische Audiodeskription als eigenständiges Gestaltungsmittel beschreibt und kommentiert das Bühnengeschehen und lädt sehende, sehbehinderte und blinde Menschen gleichermaßen ein. Verfremdung trifft Gegenwart – Brecht im TikTok-Tempo.

Regie
Nele Tippelmann
Access-Beratung
Un-Label (Amy Zayed, Charlott Dahmen, Joy Bausch)
Dramaturgie
Jannika Erdmann

Immer mit künstlerischer Audiodeskription.

Premiere Samstag, 19. Juni 2027 · Bühne Insel · Ab 13 Jahren

Wiederaufnahmen

Extra-Formate

Digitaltheater

Premieren

Digitaltheater
„Ich konnte keine Anzeichen für einen Intellekt ausmachen, aber sie haben eine außerordentliche Liebe füreinander.“ Georg Wilhelm Steller über die Stellersche Seekuh

Karneval der Tiere

Karneval der Tiere

Eine XR-Experience über das Verschwinden · Uraufführung

Haben Sie schon einmal eine Stellersche Seekuh gesehen? Den Stephenschlüpfer? Oder vielleicht das Quagga? Wohl kaum, denn es gibt sie nicht mehr – wie schätzungsweise weitere 100.000 Arten, die durch den Menschen ausgerottet wurden. Tendenz steigend. Lediglich tote Zeichnungen und Beschreibungen erzählen uns noch etwas über diese verschwundenen, fantastischen Wesen – mehr noch allerdings über die dunkle Natur des Menschen.

Begeben Sie sich mit uns nach Museumsschluss exklusiv in eine geheime Ausstellung des Naturkundemuseums, geführt von einem besonderen Nachtwächter. Setzen Sie die Extended-Reality-Brille auf und erleben Sie, wie die vermissten Arten vor Ihren Augen für einen kurzen Moment wieder lebendig werden. Der Blick durchs digitale Fernglas offenbart Ihnen, was der Mensch seit Hunderten von Jahren nicht mehr sehen kann. Begleitet wird dieser theatrale Ausstellungsbesuch von der berühmten, hierfür neu bearbeiteten Musik von Camille Saint-Saëns, die seit jeher für die Artenvielfalt steht und in diesem Zusammenhang eine neue, schmerzliche Bedeutung erfährt.

Regie, Konzept & Text
Kevin Barz
Animationen
VOLNA
Medientechnik
Frieder Gätjen
Dramaturgie
Anna-Teresa Schmidt

Mit Gunnar Schmidt · Eine Kooperation mit dem Naturkundemuseum Karlsruhe

Premiere Mittwoch, 18. November 2026 · Bühne Naturkundemuseum Karlsruhe · Ab 14 Jahren
Weitere Daten 20.11., 27.11., 10.12., 11.12., 18.12.2026, 6.1., 9.1., 22.1., 23.1., 30.1., 14.2.2027

Digitaltheater
„Die Fehler, die wir verurteilen wollen, sind so bösartig und verheerend, dass die Zivilisation ihre Wiederholung nicht überleben würde.“ Robert H. Jackson, Chefankläger

Saal 600

Eine dokumentarische Sprechoper über die Nürnberger Prozesse · Karlsruher Erstaufführung

Die Nürnberger Prozesse nach dem Zweiten Weltkrieg sind ein Meilenstein in der Geschichte: Zum ersten Mal überhaupt wurden Kriegsverbrecher juristisch zur Verantwortung gezogen. In Saal 600 erleben wir diesen viersprachigen Prozess aus Sicht seiner Simultandolmetscher:innen und damit die Ungeheuerlichkeit ihrer Aufgabe, nicht nur die eindringlichen Fragen der Ankläger zu übersetzen, sondern auch die monströsen Antworten eines Hermann Göring oder Rudolf Höß in den Mund zu nehmen. So waren es die jungen Dolmetschenden, durch die die Welt erstmalig das volle Ausmaß der NS-Verbrechen erfuhr.

Die Musik dieser Sprechoper, die aus den originalen Tonaufnahmen des Prozesses herausgearbeitet wurde, entlarvt dabei die unerträgliche Sachlichkeit, mit der die Angeklagten vom größten Verbrechen der Menschheitsgeschichte berichten. Saal 600 kam 2018 an den Münchner Kammerspielen zur Premiere. Für Karlsruhe, die Residenz des Rechts, kommt der Abend nun in einer überarbeiteten Version auf die Bühne des Kleinen Hauses.

Regie & Konzept
Kevin Barz
Komposition
Paul Brody
Bühne
Kevin Barz, Frieder Gätjen
Dramaturgie
Anna-Teresa Schmidt

Premiere Samstag, 10. April 2027 · Bühne Kleines Haus · Ab 15 Jahren
Weitere Daten 16.4., 8.5., 27.5., 24.6., 8.7., 21.7.2027

Digitaltheater
„Der wahre Schauspieler ist von der unbändigen Lust getrieben, sich unaufhörlich in andere Menschen zu verwandeln.“ Max Reinhardt

Metamorphosen

Metamorphosen

nach Ovid · Uraufführung

Die Welt ist im Wandel. Stetig. Das schreibt auch schon Ovid in seinen 250 Verwandlungsgeschichten, den Metamorphosen. Chaos verwandelt sich dort in Ordnung, Götter in Tiere, Menschen in Pflanzen oder Steine. Oft sind diese Verwandlungen eine Strafe, aber immer wieder auch Rettung oder gar Belohnung. Wer wünscht sich nicht, hin und wieder jemand anders als man selbst zu sein und dem eigenen Leben zu entfliehen?

Auch Anne Müller wird sich an diesem Abend verwandeln. Immer wieder. Sie taucht in traumhafte Szenen und betörende Illusionen ein und nimmt Sie bei laufendem Vorstellungsbetrieb mit auf eine Backstage-Reise durch das Theater. Während auf der Bühne große Oper stattfindet, suchen wir mit Ihnen – still und heimlich – an unüblichen Orten des Theaters nach dem Moment, an dem sich Gegenwart und Realität in etwas Schöneres verwandeln. Vom klassischen Monolog bis hin zum intimen Ständchen – alles ist dabei. Aber es bleibt immer nur einen kurzen Moment, bevor es wie eine Seifenblase zerplatzt. Eine heimliche Lobeshymne auf das Theater.

Regie & Konzept
Kevin Barz
Bühne
Kevin Barz, Frieder Gätjen
Dramaturgie
Anna-Teresa Schmidt

Mit Anne Müller

Premiere Samstag, 10. Juli 2027 · Bühne Neues Entrée · Ab 12 Jahren
Weitere Daten 13.7., 18.7., 20.7., 24.7.2027

Wiederaufnahme

Weitere Formate